Geplatzter Boateng-Wechsel: Salihamidžić kritisiert PSG

Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Sportdirektor Hasan Salihamidžić vom FC Bayern München fühlt sich nach dem geplatzten Wechsel von Nationalspieler Jérôme Boateng zu Paris Saint-Germain vom französischen Meister verschaukelt. Boatengs Abschied galt trotz Vertrags bis 2021 als wahrscheinlich, Paris mit Trainer Thomas Tuchel war aber offenbar nicht bereit, die von den Bayern geforderte Ablösesumme zu bezahlen.

„Ich will keinen beleidigen, ich sage nur, dass man mit Bayern München solche Sachen nicht machen kann. Ganz besonders, wenn es um so einen Spieler geht“, sagte Salihamidžić bei Sky. Er habe, auch im Beisein von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, mehrere Gespräche mit dem wechselwilligen Boateng geführt, doch auch der Nationalspieler habe es so empfunden, dass „die Taktik der anderen Seite komisch war“, ergänzte Salihamidžić. „Wenn so ein Transfer zustande kommen soll, müssen viele Dinge passen. Wir müssen wollen, der Spieler muss wollen – und der andere Klub muss bei so einem Spieler ernsthaftes Interesse zeigen. Das haben wir in keinem Moment so gespürt.“

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Dass der Wechsel scheiterte, bedeute nicht, „dass ich nicht mehr für den FC Bayern brenne“, sagte Boateng jüngst gegenüber der Welt. Der Weltmeister von 2014 stand auch beim 3:0 (1:0) gegen den VfB Stuttgart in der Münchner Startelf. „Es gab Gespräche mit Paris, das ist kein Geheimnis“, sagte Boateng. „Die Aufgabe dort war interessant, die Gespräche mit Thomas Tuchel waren gut.“ Er habe aber große Ziele mit dem Rekordmeister und werde weiterhin alles für den Verein geben – „wie ich es immer getan habe“. Salihamidžić betonte, dass alle im Klub „immer von der Qualität von Jérôme überzeugt waren“.