Gießelmann: „Niederlage ist kein Beinbruch“

Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Fortuna Düsseldorf musste am Samstag beim 1. FC Nürnberg die erste Niederlage mit mehr als einem Tor Unterschied seit dem Bundesliga-Aufstieg hinnehmen. Die Pleite haben die Rheinländer vor allem selbst zu verschulden.

Mit einer 0:3-Niederlage im Gepäck trat die Fortuna am Samstagabend den Heimweg aus Mittelfranken an. Trainer Friedhelm Funkel sah eine verdiente Pleite für seine Mannschaft. „Wir werden das Spiel analysieren und in den nächsten Wochen intensiv daran arbeiten, unsere Chancen besser zu nutzen“, meinte der Coach. Niko Gießelmann ergänzte: „Wir sind nicht damit klargekommen, dass Nürnberg so tief verteidigt hat, und hatten in der ersten Halbzeit keine Ideen. Bis auf die Elfmetersituation haben wir im ersten Durchgang aber gut verteidigt, beim zweiten Gegentor waren wir dann aber zu offen.“

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Das 0:1 fiel in der 28. Minute durch ein Elfmetertor von Hanno Behrens, nachdem der Nürnberger Tim Leibold von Dodi Lukebakio im Strafraum bei einem Zweikampf gefoult wurde. Lukebakio vergab im Anschluss die größte Düsseldorfer Chance zum Ausgleich, als er allein auf Nürnbergs Torwart Fabian Bredlow zulief, aber an ihm hängen blieb. In der 64. Minute spielte sich die gleiche Szene erneut ab, nur im anderen Strafraum: Nürnbergs Mikael Ishak lief alleine auf Düsseldorfs Keeper Michael Rensing zu – und verwandelte die Chance zum 0:2. „In der ersten Halbzeit haben wir ganz passabel gespielt, hatten mehr Ballbesitz und sind durch einen ärgerlichen Elfmeter in Rückstand geraten. Das 0:2 war ein blödes Gegentor und danach ist es auswärts natürlich schwierig“, analysiert Rensing.

Um sich eventuell doch noch zumindest einen Punkt zu sichern, warf die Fortuna alles nach vorne, was in der 78. Minute mit einem weiteren Nürnberger Konter und dem daraus resultierenden dritten Gegentor bestraft wurde. Sportvorstand Erich Rutemöller sah eine Mannschaft, die „schon drei Monate vor Weihnachten die ersten Geschenke verteilt“ hat und durch den Elfmeter und die ungenutzte Großchance dem Spiel selbst seine Richtung gegeben hat. Linksverteidiger Gießelmann versuchte das Partie schnell abzuhaken und sich auf das nächste Duell mit dem FC Schalke 04 zu konzentrieren: „Diese Niederlage ist kein Beinbruch. Wir wollen nächste Woche vor eigenem Publikum wieder Zählbares mitnehmen.“