Gnabry: „Matchpraxis durch nichts zu ersetzen“

Serge Gnabry ist nach einer holprigen Hinrunde in diesem Jahr weitgehend verletzungsfrei und kommt immer besser in Schwung. Der Nationalspieler sieht sich auf dem richtigen Weg und will noch torgefährlicher werden.

In der Hinserie hatte Gnabry gleich zweimal eine Zwangspause einlegen müssen. Zunächst fehlte er fünf Wochen wegen einer Kapselverletzung, dann noch weitere fünf Wochen mit einer Oberschenkelzerrung. Die Wintervorbereitung machte er komplett mit und stand in der Rückrunde in sieben von acht Spielen in der Startelf. Nur gegen den FC Schalke 04 (1:2) fiel er krankheitsbedingt aus. „Ich war in der Vorrunde lange verletzt und komme nun mit jedem Training und mit jedem Spiel meiner optimalen Leistung näher“, freute sich Gnabry im vereinseigenen Interview und betonte: „Dabei sind für mich vor allem die Spiele wichtig. Training ist enorm wichtig, aber der Wettkampf und die Matchpraxis sind durch nichts zu ersetzen. “

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Zwei Treffer und drei Vorlagen steuerte der 22-Jährige seit der Winterpause bei – ein Wert, den er gerne noch ausbauen möchte. „Die Zahlen könnten aus meiner Sicht ruhig noch ein bisschen besser sein. Ich bin ein Offensivspieler und messe mich selbst auch an diesen Werten“, meinte er. In drei Spielen kam der Offensivspieler unter Trainer Julian Nagelsmann zuletzt auch als Außenverteidiger zum Einsatz. Auch die neue Rolle füllte er passabel aus, machte aber deutlich, dass er sich vorne wohler fühlt. „Ich bin von Natur aus eher ein offensiv denkender Spieler, aber wenn der Trainer entscheidet, dass ich mal weiter hinten auflaufen soll, dann mache ich das. Julian ist der Chef“, sagte er.

Demirbay läuft wieder – Geiger, Polanski und Kramarić geschont

Der Ausflug in die Abwehr habe ihm keinesfalls geschadet, betonte Gnabry: „Taktisch ist es eine völlig andere Aufgabe. Ich glaube, ich habe das ordentlich gemacht und auch in diesen Spielen sowie in den Trainingswochen etwas dazugelernt. Vor allem, was das Defensivspiel betrifft.“ Am Samstag beim FC Augsburg (2:0) durfte er wieder in vorderster Front neben Andrej Kramarić ran – und bedankte sich mit dem 2:0-Siegtreffer. „Durch viele Partien und gute Aktionen entwickelt sich auch das Selbstvertrauen – ohne dieses geht es vor allem in der Offensive nicht“, erklärte er und fügte an: „Ich fühle mich gut und will der Mannschaft durch meine Leistungen helfen. Natürlich hoffe ich, dass ich bis Saisonende verletzungsfrei bleibe.“

Ein Offensivakteur fehlt der TSG nun schon länger verletzt. Kerem Demirbay zog sich bei seinem Comeback nach überstandener Oberschenkelverletzung gegen Hertha BSC (1:1) vor einem Monat direkt wieder einen Außenbandriss im Sprunggelenk zu und fehlt seitdem. Am Dienstag absolvierte der Nationalspieler erstmals wieder leichtes Lauftraining und kam seinem Traum von der WM im Sommer ein Stück näher. Wieder im Mannschaftstraining waren am Dienstagnachmittag Mark Uth und Meris Skenderović, die am Vormittag noch geschont wurden. Dafür setzten Kramarić wegen einer leichten Reizung der Patellasehne sowie Eugen Polanski und Dennis Geiger aus Gründen der Belastungssteuerung aus.