Gómez glaubt an das „Highlight“ Weltmeisterschaft

Im September 2017 trug Mario Gómez letztmals das Trikot der deutschen Nationalmannschaft. Trotz seiner mäßigen Bundesliga-Saison glaubt der Stürmer an eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Russland.

„Ich habe ein gutes Gefühl und glaube, dass ich da nochmal ein Highlight erleben werde“, meinte der 32-Jährige im Interview mit Sky Sport. Für die beiden Testspiele im November in England (0:0) und gegen Frankreich (2:2) war der Profi des VfB Stuttgart nicht nominiert worden. Für die letzten Qualifikationsspiele Anfang Oktober in Nordirland (3:1) und gegen Aserbaidschan (5:1) hatte Gómez wegen einer Sprunggelenksverletzung passen müssen. Der Mittelstürmer, der während der Weltmeisterschaft im Sommer seinen 33. Geburtstag feiern wird, hofft darauf, dass Bundestrainer Joachim Löw, wie schon bei der Europameisterschaft 2016 in Frankreich, auf ihn setzen wird. Der Angreifer absolvierte seit seinem Debüt für das Nationalteam im Jahre 2007 71 Länderspiele und erzielte dabei 31 Tore.

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„Ich fühle mich nicht zu alt. Im Gegenteil, ich habe diese Erfahrung, diese Ruhe auch, wie ich sie noch nie hatte“, stellte der gebürtige Riedlinger klar. „Das hat auch in Frankreich schon sehr gut funktioniert, indem ich auch von der Bank in dieses Turnier gestartet bin und dann gekommen bin, wenn der Trainer mich gebraucht hat.“ Zuträglich für eine Nominierung wäre eine Steigerung seiner Torquote in der Rückrunde. In 19 Pflichtspielen konnte Gómez in der laufenden Spielzeit erst zwei Tore erzielen und vier Treffer auflegen. In der Winterpause war der Nationalspieler vom VfL Wolfsburg zu den Wurzeln seiner Profikarriere, dem VfB Stuttgart, zurückgekehrt.

Stürmer sieht seine Rolle komplexer als früher

„Klar bin ich Stürmer und hier werden Tore von mir erwartet, aber ich sehe mich nicht mehr als der Torjäger, der Tore am Fließband produziert und sonst nicht teilnimmt. Ich sehe meine Rolle jetzt hier schon etwas komplexer, deswegen hat der Verein mich auch geholt“, erklärte Gómez. Einen negativen Einfluss auf die Entscheidung des Bundestrainers könnte auch ein möglicher Abstieg mit dem VfB haben. Der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig rief im Kampf um den Klassenerhalt zum Fokus auf die eigenen Leistungen auf: „Ich halte nichts davon, jetzt zu gucken, was die anderen machen. Bevor wir auf die anderen gucken, müssen wir sowieso nochmal 15 Punkte sammeln und wenn wir die nicht haben, können wir so oft auf die anderen gucken, wie wir wollen. Dann werden wir unter dem Strich stehen.“