Günter entdeckt die Offensive für sich

Der SC Freiburg spielt mal wieder eine ordentliche Runde. Vor allem Nils Petersen steht als Top-Scorer oft im Fokus. Doch auf der linken Abwehrseite spielt sich Dauerbrenner Christian Günter immer mehr in den Vordergrund.

Bei einem Blick auf die Leistungsdaten des Außenverteidigers stößt der Betrachter insbesondere auf eine Konstante: 90 Minuten. Die Bundesliga hat nun 24 Spieltage absolviert, 24 Mal stand der Schwarzwälder in der Anfangsformation. Keine einzige Minute verpasste Günter bisher und ist somit wieder einmal in den elitären Kreis der Dauerbrenner einer Spielzeit gerückt. Schon als 14-Jähriger wechselte er von seinem Heimatverein FV Tennenbronn zum knapp 50 Kilometer entfernten Bundesliga-Standort nach Freiburg. 2012 gelang der Sprung in den Profikader von Trainer Christian Streich. Und dies, obwohl er neben dem Fußball-Alltag auch noch eine Ausbildung zum Industriemechaniker absolvierte.

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Ausbildung und Fußball – eine prägende Zeit für den Verteidiger, welche ihm auch aufgrund des fast täglichen Pendelns zwischen Tennenbronn und Freiburg kaum Raum zum Verschnaufen ließ. Doch jene Strapazen wirken sich nun positiv auf den Charakter aus. Durch die Verwurzelung in der Region, der gewonnenen Gelassenheit, der Bodenständigkeit und seinen konstanten Leistungen auf dem Platz verkörpert der linke Außenverteidiger des Sportclubs die Idee des Vereins wie kein Anderer.

In dieser Saison glänzt der in Villingen-Schwenningen geborene Günter aber noch durch eine ganz andere Fähigkeit. Vermehrt tritt der 25-Jährige als Vorlagengeber auf. Allein im Kalenderjahr 2018 servierte er schon drei Mal für seine Kollegen und ist mit einem Tor und insgesamt fünf Assists hinter Angreifer Petersen der zweitbeste Scorer der Breisgauer. Vor allem seine präzisen Flanken und Freistöße enden oft in gefährlichen Torraumszenen.