Guilavogui peilt Blitz-Comeback an

Foto: Tobias Schwarz/AFP/Getty Images

Gerade erst war er von VfL-Trainer Bruno Labbadia zum Wolfsburger Kapitän ernannt worden, da musste Josuha Guilavogui auch schon wieder pausieren. Gut drei Wochen nach seinem gegen den FC Schalke 04 (2:1) erlittenen Kreuzbandriss peilt der Mittelfeldspieler bereits vorsichtig sein Comeback an.

Guilavogui möchte bald schon wieder mit seinen Teamkollegen auf dem Rasen stehen – und ist dank konservativer Behandlung seines Kreuzbandrisses zuversichtlich. „Natürlich, ich habe ein gutes Gefühl“, antwortete der 27-Jährige laut Kicker auf die Frage, ob eine Rückkehr sogar noch vor der Winterpause möglich sei. Nach der Entscheidung, auf eine Operation zu verzichten, hatte Guilavogui im französischen Toulon direkt mit der Reha begonnen. „Ich fahre schon Fahrrad, bin ein bisschen gelaufen, mache seitliche Bewegungen. Wir sind sehr zufrieden“, berichtete der Rechtsfuß von seinen Fortschritten.

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Guilavogui hat einen genauen zeitlichen Plan im Kopf: „In zwei Wochen komme ich zurück, dann muss ich vielleicht noch ein paar Wochen arbeiten und ein gutes Gefühl haben.“ Erfolgsgeschichten nach konservativer Behandlung eines Kreuzbandrisses gibt es diverse: Der ehemalige französische Nationalspieler Bafetimbi Gomis hatte vor einigen Jahren lediglich zweieinhalb Monate für seine Rückkehr gebraucht, bei Ex-VfL-Profi Ricardo Costa waren es 2007 drei Monate und vier Tage. In Wolfsburg setzen die Verantwortlichen auf Guilavoguis Fleiß. „Ich habe es selten erlebt bei einem Fußballer, der eine so niederschmetternde Diagnose bekommt“, meinte Labbadia.

„Bei mir ist es nur das Kreuzband“

Auf dem Platz kann Guilavogui den „Wölfen“ zwar noch nicht helfen, dafür unterstützte der Franzose die Mannschaft am vergangenen Samstag gegen Hertha BSC (2:2) im Trainingsanzug von der Ersatzbank aus. „Ich fand es klasse. Das zeigt, wie die Mannschaft miteinander lebt“, lobte Labbadia. Der Spielführer lässt sich die positive Einstellung durch die schwere Verletzung nicht verhageln. „Natürlich bin ich nicht glücklich, es tut weh, aber es gibt viel Schlimmeres“, sagte Guilavogui. „In meiner Familie hat ein sehr guter Freund Krebs, er hat fast sein Knie verloren. Bei mir ist es nur das Kreuzband.“