Hamburger Endspiel gegen Mainz

Am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) steht ein absoluter Abstiegsknaller an. Der Tabellenvorletzte Hamburger SV empfängt den 1. FSV Mainz 05, der derzeit auf dem Relegationsplatz steht. Je nach Ausgang der Partie könnte es bereits zu einer kleinen Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt kommen.

Der Hamburger SV hat am vergangenen Wochenende den ersten Teil der „Wochen der Wahrheit“ beim Nordderby in Bremen (0:1) in den Sand gesetzt. Damit konnte Werder auf neun Punkte Vorsprung davonziehen. Im zweiten Spiel gegen einen direkten Kontrahenten muss jetzt gepunktet werden. Und eigentlich muss sogar ein Sieg her. Der Rückstand auf die Mainzer beträgt bereits sieben Zähler. Eine weitere Niederlage können sich die „Rothosen“ nicht erlauben. Deshalb forderte Trainer Bernd Hollerbach auf der Pressekonferenz am Donnerstag auch „120 Prozent statt nur 105“. Die Spieler müssten „im Spiel nach vorne mehr Gier entwickeln“. Unter dem neuen Übungsleiter steht der HSV defensiv zwar weitestgehend stabil, offensiv präsentierte sich der Bundesliga-„Dino“ allerdings komplett ideenlos. Seit dem Amtsantritt Hollerbachs erzielten die Hamburger nur drei Treffer in fünf Spielen. Lewis Holtby und Albin Ekdal werden am Samstag nicht zur Verfügung stehen.

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Passend zur Offensivschwäche der Hamburger stellen die Mainzer die zweitschwächste Defensive der Bundesliga. Ganze 42 Gegentreffer mussten die Rheinhessen in 24 Spielen bereits hinnehmen. Nur Schlusslicht 1. FC Köln präsentierte sich mit 43 kassierten Toren noch löchriger in der Abwehr. Die 05er spielten in der laufenden Saison erst dreimal zu Null. Trotz der schwachen Verteidigung konnte Mainz aus den vergangenen beiden Partien vier Punkte holen. Trainer Sandro Schwarz nannte das Spiel im Vorfeld eine „Riesenmöglichkeit“, forderte aber gleichzeitig: „Wir müssen schlau spielen und nicht mit Schaum vor dem Mund.“ Die Mannschaft müsse die Tabellenkonstellation ausblenden.

Hamburger SV: Mathenia – Sakai, Papadopoulos, van Drongelen, Douglas Santos – Jung, Walace – Jatta, Hunt, Kostić – Arp

1. FSV Mainz 05: Adler – Balogun, Bell, Diallo – Donati, Holtmann – Gbamin – Serdar, Latza – Mutō, Quaison

Für den HSV handelt es sich angesichts der Tabellensituation bereits um ein Endspiel. Eine Niederlage könnte bedeuten, dass der Rückstand der Norddeutschen auf den Relegationsrang zu groß wird. Die Mainzer dagegen haben die Chance, sich ein solides Polster auf den ersten direkten Abstiegsplatz zu erarbeiten.