Hannover trotzt Dortmund einen Punkt ab

Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images

Zum Auftakt des zweiten Bundesliga-Spieltags gab es am Freitagabend ein torloses Unentschieden (0:0) zwischen Hannover 96 und Borussia Dortmund. In einer zähen Partie ließen Marco Reus und Maximilian Philipp die besten Gelegenheiten für den BVB liegen.

Hannover-Trainer André Breitenreiter veränderte seine Startelf im Vergleich zum ersten Spieltag (1:1 in Bremen) auf zwei Positionen: Miiko Albornoz ersetzte Matthias Ostrzolek als Linksverteidiger, Iver Fossum lief statt Pirmin Schwegler im zentralen Mittelfeld auf. Beim BVB gab es nach dem beeindruckenden 4:1-Sieg gegen RB Leipzig lediglich einen Wechsel: Marius Wolf spielte anstelle des angeschlagenen Christian Pulisic auf der rechten Außenbahn.

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In den Anfangsminuten ließen es beide Mannschaften ruhig angehen und gönnten sich eine ausführliche Abtastphase. Borussia Dortmund startete erstaunlich passiv in die Partie, während Hannover 96 mutig und ohne Ehrfurcht vor den namhaften Gästen zu Werke ging, den Ball aber meist vor dem letzten Drittel herschenkte. Der erste Höhepunkt ließ folglich einige Zeit auf sich warten: Erst nach einer knappen halben Stunde sorgte der junge Linton Maina für ein erstes Raunen in der HDI-Arena, als er rechts im BVB-Strafraum zum Schuss kam, allerdings an Abdou Diallo hängen blieb (26.).

Reus und Philipp treffen Aluminium

Die Dortmunder kamen auch nach diesem Weckruf nur äußerst langsam in Fahrt – das Spiel der Schwarz-Gelben war weit von dem Gala-Auftritt aus der Vorwoche entfernt. Die Partie trudelte vor sich hin, ehe Reus kurz vor der Halbzeitpause plötzlich zweimal freistehend vor 96-Torwart Michael Esser zum Abschluss kam. Der erste Schuss des 29-jährigen Nationalspielers wurde von Esser um den Pfosten gelenkt (40.), der zweite Versuch landete an der Hannoveraner Querlatte (42.).

An diese guten Angriffsszenen konnte der BVB zu Beginn der zweiten Hälfte nicht direkt anknüpfen. Vielmehr waren es die Hannoveraner Gastgeber, die durch Bobby Wood die erste Torchance nach der Pause verbuchten. Der eingewechselte Stürmer lenkte eine Hereingabe des auffälligen Maina ans Außennetz (51.). Nach einer Stunde kam auch Schwarz-Gelb wieder zu einer Gelegenheit, als Philipp den Ball nach einer Flanke von Wolf an den Pfosten köpfte (60.).

Anton und Wood lassen späte Chancen liegen

Auch in der letzten halben Stunde blieb das Spiel insgesamt ausgeglichen. Die Dortmunder drängten auf den Siegtreffer, der Elf von Lucien Favre fehlte jedoch weiterhin die nötige Leichtigkeit und Kreativität, um die 96-Hintermannschaft wirklich in Bedrängnis zu bringen. Auf der anderen Seite sorgte eine Standardsituation für Hannovers beste Offensivszene der zweiten Halbzeit: Kapitän Waldemar Anton kam nach einem Eckball per Direktabnahme zum Abschluss, Thomas Delaney fälschte den Ball aber noch ab, sodass dieser das Tor der Gäste knapp verfehlte (78.). Kurz vor Schluss tauchte Wood nochmal frei vor BVB-Torwart Roman Bürki auf, wurde aber von Diallo im letzten Moment am Abschluss gehindert (88.). So blieb es beim 0:0, das zwar leistungsgerecht ist, mit dem Hannover 96 aber wohl deutlich besser leben kann als Borussia Dortmund.