Hannover will weiter aus dem Keller klettern

Foto: Alexandra Beier/Bongarts/Getty Images

Hannover 96 empfängt am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) im Rahmen des neunten Spieltags den FC Augsburg und wird versuchen, den neuerlichen Aufschwung fortzusetzen und sich weiter aus Keller herauszuarbeiten. Die Gäste wollen nach zwei sieglosen Partien in Folge wieder ein Erfolgserlebnis feiern.

Hannover brauchte bis zum siebten Spieltag, um den ersten Saisonsieg zu feiern. Das 3:1 gegen den VfB Stuttgart könnte allerdings ein Wendepunkt für die Niedersachsen gewesen sein. Am vergangenen Samstag hätte 96 in Leverkusen beinahe den nächsten Dreier folgen lassen, die Mannschaft von Trainer André Breitenreiter musste allerdings in der Nachspielzeit den 2:2-Ausgleich durch Karim Bellarabi hinnehmen. „Man braucht eine Nacht, um ordentlich zu schlafen und das noch mal sacken zu lassen, weil die Enttäuschung natürlich da war“, meinte der Coach. „Jetzt heißt es, die Brust wieder rauszunehmen, Mut zu schöpfen, eine gute Trainingswoche zu absolvieren, um dann den kommenden Gegner zu empfangen und am besten zu siegen.“ Hannover rangiert derzeit auf dem 15. Tabellenplatz und könnte gegen Augsburg einen weiteren Schritt aus dem Keller machen. Breitenreiter muss dabei wegen einer Magen-Darm-Erkrankung voraussichtlich auf Mittelfeldspieler Marvin Bakalorz verzichten. Pirmin Schwegler und Ihlas Bebou werden dagegen wohl zurückkehren.

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Der FCA steht in der Tabelle deutlich besser da als die Niedersachsen: Augsburg besetzt momentan den neunten Platz und steht im gesicherten Mittelfeld. Die Fuggerstädter blieben zuletzt zweimal in Folge ohne Sieg, die Gegner hatten es allerdings auch in sich: Bei Borussia Dortmund mussten sich die Bayern in einer spektakulären Partie mit 3:4 geschlagen geben, beim 0:0 gegen RB Leipzig gab es fußballerische Magerkost. Augsburg lieferte in der laufenden Saison einige ansprechende Leistungen, die Ergebnisse passten nicht immer dazu. Trainer Manuel Baum erkannte im Vorfeld Parallelen beim kommenden Kontrahenten. „Hannover spielt ein bisschen wie wir, da treffen zwei Mannschaften mit ziemlich gleichen Vorzeichen aufeinander“, sagte der 39-Jährige. „Gutes Pressing mit einer hohen Anpassungsfähigkeit, deswegen sind sie nicht so einfach ausrechenbar. Sie haben ein gutes Zweikampfverhalten, sind gut auf den zweiten Ball, können gut umschalten.“ Stürmer Dong-Won Ji wird Baum weiterhin fehlen, auch hinter Fabian Giefer steht ein Fragezeichen. Der Torhüter zog sich eine leichte Hüftprellung zu.

Hannover 96: Esser – Elez, Anton, Wimmer – Haraguchi, Schwegler, Walace, Albornoz – Muslija – Füllkrug, Wood

FC Augsburg: Luthe – Gouweleeuw, Khedira, Hinteregger – Schmid, Baier, Max – Hahn, Gregoritsch, Richter – Finnbogason

Die Favoritenrolle ist schwer zu vergeben: Augsburg zeigte sich in der bisherigen Spielzeit stabiler und mit einer reiferen Spielanlage ausgestattet, die Hannoveraner haben allerdings den Heimvorteil und den Rückenwind der letzten beiden Partien auf ihrer Seite. 96 will den Aufwärtstrend fortsetzen und einen weiteren Schritt aus der Gefahrenzone machen, die Fuggerstädter wollen durch einen Erfolg in der niedersächsischen Landeshauptstadt das Abrutschen in den gefährdeten Tabellenbereich vermeiden.