Hasebe fordert nach dem Umbruch Geduld

Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Eintracht Frankfurt hatte nach dem wechselhaften Saisonstart in der Länderspielpause Zeit, noch an der einen oder anderen Stellschraube zu drehen. Für Makoto Hasebe war die spielfreie Phase ungewohnt.

„Aufgrund meines Rücktritts aus der Nationalmannschaft war es für mich das erste Mal seit zwölf Jahren, dass ich nicht auf Länderspielreise gegangen bin, obwohl ich fit bin. Das war ein wenig ungewohnt. Aber ich habe dafür die Zeit mit meiner Familie verbracht“, meinte der Japaner im Interview auf der Vereinshomepage. Am kommenden Freitag (20.30 Uhr) gastieren die Hessen bei Borussia Dortmund. „Es wird eine schwere Aufgabe, keine Frage. Aber der BVB hat einen neuen Trainer und viele neue Spieler, sodass zwangsläufig noch nicht alles zu 100 Prozent funktionieren wird. Genau dort sehen wir unsere Chance“, sagte Hasebe.

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Es gelte, den Kampfgeist und die Leidenschaft der ersten beiden Partien wieder auf den Platz zu bringen. Neben der Bundesliga wartet mit der Europa League eine weitere Herausforderung auf die Eintracht – noch dazu in einer schweren Gruppe. „Die Spiele gegen Marseille, Rom und Limassol werden sicherlich nicht einfach. Aber trotzdem haben wir in jeder Partie die Chance, ein gutes Ergebnis einzufahren. Wir gehen diese Duelle absolut positiv an, denn wir freuen uns ungemein, wieder im Europapokal antreten zu dürfen“, stellte Hasebe klar.

„Haben schon große Fortschritte gemacht“

Die Frankfurter haben im Sommer einen Umbruch hingelegt, der auch an Hasebe nicht spurlos vorbeiging. „Wir haben ein ganz junges Team, einen neuen Trainer und viele neue Gesichter im Kader. Deshalb ist es ganz normal, dass wir ein wenig Zeit brauchen. Man muss geduldig sein“, sagte der 34-Jährige. „Wir haben schon große Fortschritte gemacht und ich bin mir sicher, dass wir künftig noch besser spielen werden.“ Mit seiner Erfahrung wolle er den jüngeren Teamkollegen Hilfestellung leisten: „Ich versuche jedenfalls, viel mit den jungen Spielern zu sprechen und ein gutes Vorbild zu sein. Ich denke schon, dass die Jungs darauf achten, wie ich mich verhalte und wie ich mich auf das Training oder ein Spiel vorbereite.“