Hasenhüttl: „Die Mannschaft hat nie aufgegeben“

Für das Überwintern in der Champions League hat es bei RB Leipzig nicht gereicht, aber immerhin verbleiben die Sachsen in der Europa League. Die 1:2-Niederlage gegen Beşiktaş Istanbul besiegelte das Ausscheiden der „Roten Bullen“ aus der Königsklasse. Ralph Hasenhüttl lobte seine Mannschaft, ungeachtet des Ergebnisses.

„Die Mannschaft hat nie aufgegeben, auch mit einem Mann weniger“, sagte der Coach nach dem Spiel. Stefan Ilsanker hatte in der 82. Minute die Gelb-Rote Karte gesehen. Bei aller Anerkennung des Kampfgeistes seiner Spieler trauerte Hasenhüttl dennoch einigen hochkarätigen Torchancen hinterher: „Ich kann mich an kein Spiel erinnern, in dem wir so oft im Strafraum waren und aus nächster Nähe aufs Tor geschossen haben, ohne zu treffen.“ Verteidiger Marvin Compper stimmte zu, das „Glück im Abschluss habe gefehlt“. Er erkenne „neidlos“ an, „dass Beşiktaş – vor allem der Torhüter – heute einen fantastischen Tag hatte“, fuhr er fort.

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Trotz Niederlage zufrieden war Mittelfeldspieler Kevin Kampl. Dafür, dass RB zum ersten Mal überhaupt am internationalen Wettbewerb teilnahm, sei es „eine gute Saison in der Champions League“ gewesen, gab der Slowene an. Eine „starke Gruppenphase“ sah auch der Trainer, dem die Qualifikation für die Europa League trotzdem Freude macht. Compper haderte etwas mit der Schlussphase, als auf Naby Keïtas Ausgleich postwendend die erneute Führung der Türken folgte. Das sei „ärgerlich“, doch könne die Mannschaft „aus solchen Spielen nur lernen“.

Kaiser: „War immer mein Traum“

Ein besonderer Abend war es für Dominik Kaiser. Etwa 15 Minuten vor Schluss wechselte Hasenhüttl den 29-Jährigen ein. Es war sein 164. Pflichtspieleinsatz, damit ist er nun Rekordspieler der Leipziger. Diese Marke mache ihn „sehr, sehr stolz“, sagte Kaiser. Für ihn war es das erste Champions League-Spiel überhaupt. Seit 2012 ist er Teil des Vereins, hat von der Regionalliga bis zur Elite Europas alles mitgemacht. Eine Herzensangelegenheit, wie der Mittelfeldmann betonte: „Es war immer mein Traum, für RB Leipzig in der Champions League zu spielen.“