Havertz: „Beobachte, wie sie manche Situationen lösen“

Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Kai Havertz gilt als eines der größten Talente Deutschlands. Mit seinen erst 19 Jahren hat er es bereits zur deutschen A-Nationalmannschaft geschafft. Dort fand er sich nach eigener Aussage schnell zurecht.

„Ich habe mich gut eingelebt, die Jungs haben mich super aufgenommen und es mir leicht gemacht“, erzählte Havertz in einem Interview auf dfb.de. „Generell fühle ich mich sehr wohl beim DFB. Ein paar Abläufe waren mir durch die U-Nationalmannschaften bekannt, aber natürlich ist es hier noch mal eine andere Dimension. Sicherlich hilft es auch, dass viele jüngere Spieler dabei sind und wir uns teilweise schon vorher kannten.“

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Dazu zählen auch Julian Brandt und Jonathan Tah, mit denen Havertz im Verein bei Bayer 04 Leverkusen zusammen spielt und mit denen er sich „extrem gut“ versteht. Doch auch von den anderen Spielern könne er profitieren. „Vor Ort habe ich schnell gemerkt, wie hilfsbereit alle Teamkollegen, die Trainer und Betreuer sind. Als junger Spieler kann ich enorm viel davon lernen, mit Weltmeistern auf dem Platz zu trainieren. Ich beobachte, wie sie manche Situationen lösen, wie sie sich verhalten und kann den einen oder anderen Tipp für meine Entwicklung mitnehmen“, schilderte Havertz.

Fritz-Walter-Medaille als besondere Ehre

Ein Highlight erlebte er bereits vor Anpfiff des Testspiels am Sonntagabend (20.45 Uhr) gegen Peru: Kapitän Manuel Neuer überreichte Havertz im Abschlusstraining die goldene Fritz-Walter-Medaille als bestes Talent 2017/2018 in der Kategorie „U19“. Der Leverkusener erwiderte stolz: „Die Fritz-Walter-Medaille ist eine besondere Ehre. Ich freue mich sehr darüber.“ Besonders dankend erwähnte er dabei seine Familie, seine Trainer und Teamkollegen sowie seinen ersten Verein Alemannia Aachen, die einen großen Anteil an seiner Entwicklung hätten.

Vor Havertz waren unter anderem Toni Kroos, Mario Götze, Julian Draxler, Leon Goretzka oder Timo Werner als „Nachwuchsspieler des Jahres“ geehrt worden. Der Leverkusener ist der jüngste Spieler der Bundesliga-Geschichte mit über 50 Einsätzen im Oberhaus (56, 7 Tore und 15 Vorlagen). Er bestritt bereits 30 Junioren-Länderspiele, obwohl der Kapitän der deutschen U19 die U21 gerade einfach übersprungen hat. Sein Klubtrainer Heiko Herrlich sieht in ihm „das größte Talent, das ich seit Toni Kroos gesehen habe“.