Hecking plädiert für größere Kader

Foto: Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images

Borussia Mönchengladbachs Trainer Dieter Hecking hat sich für eine Aufstockung der Spieltagskader von Bundesligisten ausgesprochen. Der Coach möchte mehr als 18 Spieler mitnehmen dürfen.

„Ich halte es für nicht mehr zeitgemäß, einen 18er-Kader benennen zu müssen. Das macht uns das Leben als Trainer schwer. Ich hoffe, dass irgendwann die Anzahl der Spieler für den Kader erhöht wird“, sagte Hecking am Donnerstag. Vor dem Spiel gegen den FC Schalke 04 (Samstag, 18.30 Uhr) hat der Trainer Probleme bei der Kader-Benennung. „Es wird ein, zwei Spieler treffen können am Samstag, die überhaupt nicht dabei sind. Und ich kann es ihnen nicht aus Leistungsgründen begründen“, monierte der Übungsleiter laut Kicker.

- Anzeige -

Aufgrund der erhöhten Leistungsdichte müsse es zu einem Umdenken kommen, forderte Hecking. „Ich bin kein Freund davon, wie es im Moment in Deutschland gehandhabt wird“, betonte der Trainer deutlich und nannte Beispiele, wie es besser gehen könnte: „Man sieht es bei der WM oder in Italien, dass die Kader auf 23 Spieler erhöht werden können. Davon bin auch ich ein klarer Freund.“

Erfahrungen als Spieler

Als Spieler hat der heute 54-Jährige selbst die Erfahrung gemacht, vom Trainer auf die Tribüne gesetzt zu werden. „Wenn dir der Trainer sagt, dass du am Samstag nicht im Kader stehst, fühlst du dich wie das fünfte Rad am Wagen“, erklärte Hecking, „und für einen Trainer ist es das Schwierigste überhaupt, wenn man eine Nicht-Berücksichtigung nicht mit der Leistung begründen kann. Denn der Spieler wird es nur schwer verstehen, dass er zuschauen muss, obwohl seine Leistung stimmt.“ An seine eigene Mannschaft richtete Hecking ebenfalls das Wort. Alle seine Spieler hätten die Berechtigung, gegen Schalke dabei zu sein. „Aber ich kann nun mal nur 18 nominieren“, sagte er.