Hecking über schwarze Serie: „Vergangenheit ist Vergangenheit“

Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Borussia Mönchengladbach reist in Topform zum Auswärtsspiel nach Freiburg (Freitag, 20.30 Uhr). Im Breisgau gab es für die „Fohlen“ in den letzten Jahren aber kaum etwas zu holen.

Die Frage nach der schwarzen Serie in Freiburg beantwortete Dieter Hecking grimmig. „Das interessiert mich nicht. Vergangenheit ist Vergangenheit“, sagte der Trainer von Borussia Mönchengladbach vor dem Gastspiel beim Sportclub. Die jüngsten Auftritte in der Bundesliga geben auch wenig Anlass zur Sorge. Im Schatten der Torfabrik aus dem knapp 100 Kilometer entfernten Dortmund spielte sich die Gladbacher Borussia zuletzt in den Fokus. Seit vier Spielen sind die „Fohlen“ ungeschlagen, zwölf Tore schenkten Jonas Hofmann, Alassane Pléa und Co. ihren Gegnern dabei ein. Auch Rekordmeister FC Bayern München hatte der Offensivpower nichts entgegenzusetzen. Der Lohn: Gladbach ist derzeit erster Dortmund-Jäger und kann mit einem Sieg nach Punkten zumindest vorübergehend mit dem Spitzenreiter gleichziehen.

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Doch Freiburg scheint für die Elf vom Niederrhein so etwas wie der Angstgegner zu sein. Der letzte Sieg an der Dreisam datiert noch aus gemeinsamen Zweitliga-Jahren der beiden Klubs. Am 10. Dezember 2007 schossen Sascha Rösler und Rob Friend einen 3:1-Erfolg heraus. Für den letzten Bundesliga-Sieg der Gladbacher in Freiburg muss in den Geschichtsbüchern sogar noch weiter zurückgeblättert werden. Im März 2002 traf Arie van Lent zum 1:0. Es waren die bislang einzigen „Fohlen“-Siege in ligaübergreifend 17 Gastspielen, zehn gingen verloren. „In Freiburg ist es immer schwer für uns. Der Platz ist klein, es gibt viele Zweikämpfe“, sagte Thorgan Hazard. Trainer Hecking war das so wohl noch gar nicht bewusst. „Ich schreite ihn morgen mal ab“, scherzte er.

„Wir haben unseren eigenen Spielstil gefunden“

Trotz aller Statistiken gehört Freiburg für Hecking zu den bevorzugten Spielorten. „Ich spiele gerne in Freiburg, auch unabhängig von den Ergebnissen. Das ist noch ein Verein in Reinkultur. Mit Christian Streich steht ein toller Kollege an der Seitenlinie. Und es ist immer warm dort“, sagte der 54-Jährige. Hecking verneinte derweil die Frage, ob Raffael bereits wieder eine Option für den Kader sei. Der Brasilianer war nach einer Wadenverletzung erst am Mittwoch wieder ins Mannschaftstraining der „Fohlen“ zurückgekehrt. In der laufenden Saison hatte er bislang drei Pflichtspiele von Beginn an absolviert, war seit Mitte September jedoch ausgefallen. „Man sieht, dass wir unseren eigenen Spielstil gefunden haben. Aber der Gegner wird hoch motiviert sein, uns Steine in den Weg zu legen. Damit können wir umgehen“, sagte Hecking.