Heckings Personalpuzzle vor Schalke

Borussia Mönchengladbach will sich am Samstagabend gegen Schalke 04 (18.30 Uhr) für die bittere 0:3-Niederlage am vergangenen Wochenende in Wolfsburg rehabilitieren. Vor heimischen Publikum wurde zuletzt sogar der FC Bayern München (2:1) geschlagen.

Der kommende Gegner befindet sich seit Wochen im Aufwind, unter anderem dank der famosen Aufholjagd im Derby gegen Borussia Dortmund (4:4). „Es ist eine gewachsene Mannschaft, die eine klare Struktur in ihrem Spiel aufweist. Sie sind sehr stabil und lassen nur wenige Torchancen zu“, befand Gladbachs Trainer Dieter Hecking am Donnerstag. „Sie sind in ihrer Entwicklung vielleicht sogar schon ein bisschen weiter als wir, und das ist auch ein Grund, weshalb sie da oben stehen.“

- Anzeige -

Bei der Vorbereitung auf die Partie sorgt das anhaltende Verletzungspech für eine große Denkaufgabe. „Bevor ich mich damit beschäftige, wie wir spielen, muss ich erst einmal sehen, wer überhaupt spielen kann“, betonte Hecking. Hinter Thorgan Hazard, der am Donnerstag nicht trainieren konnte, sowie Christoph Kramer (Schädelprellung) steht noch ein Fragezeichen für Samstag. Tony Jantschke (Vorsichtsmaßnahme), Fabian Johnson (Rückenprobleme) sowie Mamadou Doucouré (Muskelbündelriss) stehen definitiv nicht zur Verfügung. Jonas Hofmann (Innenbandteilriss im Knie), Ibrahima Traoré (Muskelfaserriss), Tobias Strobl (Kreuzbandriss) und László Bénes (Mittelfußruch) fallen ohnehin aus. Auch Patrick Herrmann (Muskelfaserriss) braucht noch ein wenig Zeit.

Erneutes Drama um Doucouré

Vor allem die erneute Verletzung von Nachwuchsspieler Doucouré trifft die Borussia hart. Der 19-jährige Abwehrspieler wechselte im Sommer 2016 von Paris Saint-Germain nach Mönchengladbach, bestritt bisher aber kein einziges Pflichtspiel. „Wir haben versucht, ihn mit aller Vorsicht aufzubauen und waren jetzt soweit, ihn an die nächste Belastungsstufe zu führen. Leider hat er sich nun wieder verletzt“, äußerte Hecking. „Es ist natürlich sehr tragisch für den Spieler, er ist auch sehr deprimiert. Wir können ihm nur weiter Mut zusprechen und müssen dabei sehr viel Fingerspitzengefühl walten lassen.“