Heldt: „Mich kotzt hier alles an”

Die 0:1-Niederlage von Hannover 96 gegen Borussia Mönchengladbach wurde mal wieder von Protesten der Fans gegen Klub-Präsident Martin Kind überlagert. Sportdirektor Horst Heldt machte nach der Partie seinem Unmut über die Dauer-Debatte Luft.

Wenige Stunden vor dem Spiel hatten die 96-Ultras in einer Mitteilung angekündigt, den Stimmungsboykott gegen Gladbach wieder aufzunehmen, während der Partie skandierten wiederholt Teile der Anhänger „Kind muss weg!“. Hintergrund ist die vonseiten des Vereins abgelehnte und unter neuen Bedingungen verschobene Podiumsdiskussion mit Klub- und Fanvertretern. Die Ultras nahmen den Boykott daher wieder auf. Heldt reagierte nach der Partie entnervt. „Wir haben verloren. Die erste Halbzeit war nicht gut. Ansonsten kotzt mich hier alles an. Wir beschäftigen uns mit allem anderen, nur nicht mit Fußball. Deswegen haben wir es auch nicht anders verdient“, polterte er.

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Noch vor einigen Wochen hatte der Sportdirektor demonstrativ den Austausch mit den Fans gesucht. „Die Fans sind ein großes Gut und wir müssen, unabhängig von der Entscheidung der DFL in Bezug auf 50+1 in Hannover, auf sie zugehen“, hatte er Mitte Januar gefordert. Mittlerweile scheint die Geduld des 48-Jährigen aufgebraucht zu sein. „Vollkommen wurscht, ob nächstes Spiel einer verletzt, gesperrt und sonst irgendwas ist. Wir beschäftigen uns eh nicht mit Fußball hier zurzeit“, schimpfte er. Seine Generalkritik wollte er allerdings nicht nur in Bezug auf die Fans verstanden wissen. „Das ist kein Vorwurf in keine Richtung. Das ist allgemein so“, betonte er auch mit Verweis auf die Klub-Seite.