Henrichs-Wechsel nach Monaco perfekt

Foto: Juergen Schwarz/Getty Images

Am Samstag in Gladbach (0:2) stand Benjamin Henrichs noch mal in der Startelf von Bayer 04 Leverkusen. Es war sein letzter Auftritt im Trikot der „Werkself“. Der Rechtsverteidiger wechselt für mehr als 20 Millionen Euro zur AS Monaco.

Henrichs Aufstieg in Leverkusen glich beinahe schon einem Raketenstart. In der Saison 2015/16 feierte der Abwehrspieler sein Bundesliga-Debüt, gegen Ende der Spielzeit etablierte er sich fest hinten rechts. Im Jahr darauf absolvierte Henrichs 29 Bundesliga-Partien für Bayer, bekam 2016 zudem die Fritz-Walter-Medaille in Gold in seiner Altersklasse verliehen. Es lief rund für den heute 21-Jährigen; am 11.11.2016 debütierte er unter Joachim Löw gar in der Nationalmannschaft. Henrichs reiste mit zum Confed Cup und durfte in Russland auch zweimal auflaufen. Zwei Tore bereitete er dabei vor. Hinter Joshua Kimmich war Henrichs die große Hoffnung für die Zukunft, schließlich sind gute deutsche Außenverteidiger rar geworden.

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Ebenso schnell wie er aufgestiegen war, geriet er bei Bayer jedoch ins Abseits. Die vergangene Saison wurde für Henrichs zur Geduldsprobe. Immer öfter saß er nur auf der Bank, immer öfter trumpften seine Konkurrenten um Panagiotis Retsos und Lars Bender auf. Die Folge: Henrichs, der wenige Monate zuvor noch der große Hoffnungsträger war, schien auf die Abschussliste zu geraten. Bayer deutete an, dass der Verein bereit ist, den 21-Jährigen ziehen zu lassen. In Mitchell Weiser wurde aus Berlin sogar ein weiterer, hochkarätiger Konkurrent verpflichtet. Voraussetzung für einen Verkauf war allerdings ein Angebot in beachtlicher Höhe. Das ist nun gegeben.

„Benny hat seit seinen Kindheitstagen unterm Bayer-Kreuz an den Ball getreten und dabei tolle Erfolge gefeiert. Für seinen neuen Lebensabschnitt im Ausland wünschen wir ihm alles Gute“, sagte Geschäftsführer Rudi Völler. Henrichs spielte 14 Jahre lang für Bayer 04, durchlief seit 2004 sämtliche Leverkusener Jugendteams und war ab 2015 als Lizenzspieler Teil der „Werkself“.