Herrlich: „Haben nicht die Möglichkeit zu rotieren“

Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images

Vor dem Europa League-Spiel zwischen Bayer 04 Leverkusen und AEK Larnaka am Donnerstag (18.55 Uhr) äußerte sich Trainer Heiko Herrlich emotionaler als gewohnt zur Lage seiner Mannschaft. Mit nur sechs Punkten steht Leverkusen nach dem sechsten Spieltag nur auf Platz 14 der Tabelle. Im internationalen Wettbewerb soll unbedingt ein Sieg her.

Herrlich spürt, dass der Druck auf ihn größer wird. Erstmals seit Saisonbeginn beklagte er sich am Dienstag öffentlich über fehlende Rotationsmöglichkeiten in seinem Kader, stellte sich jedoch auch schützend vor seine Spieler. Bei der Analyse der Niederlage gegen Borussia Dortmund (2:4) nannte er den 3-Tages-Rhythmus der Spiele als Ursache für individuelle Fehler der jungen Spieler um Wendell und Kai Havertz. „Normal hat er ihn, aber da sind wir wieder bei dem Punkt: Wie viele Spiele hat der Junge gemacht im Drei-Tages-Rhythmus? Er ist 19 Jahre alt. Wir haben da halt nicht die Möglichkeit zu rotieren dadurch, dass Aranguiz und Baumgartlinger fehlen“, meinte Herrlich laut Kicker mit Blick auf Havertz.

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Obwohl sich der Bayer-Coach auch auf der Sechser-Position eine Alternative zu Lars Bender und Dominik Kohr wünschen würde, fand er lobende Worte: „Auch Dominik Kohr macht jetzt das wievielte Spiel hintereinander? Da habe ich halt nicht die Möglichkeiten zu rotieren. Und dafür machen es die Jungs richtig gut. Aber ich kann mir da keinen Spieler herauszaubern.“ Dem Leverkusener Trainer seien laut eigener Aussage auf einigen Positionen die Hände gebunden. „Wir können durch einen Sieg mit dann sechs Punkten einen Riesenschritt weiterkommen. Das wollen wir unbedingt schaffen“, blickte Herrlich voraus und betonte mit Blick auf den kommenden Gegner: „Sie sind in ihrer Liga absolut dominant. Wir werden versuchen, es ihnen schwer zu machen, dass sie ihr Spiel nicht aufziehen können.“