Herrlich: „Haben uns Stück für Stück reingekämpft“

Bayer 04 Leverkusen steht nach einem 4:2 (2:2)-Erfolg nach Verlängerung gegen den SV Werder Bremen im DFB-Pokal-Halbfinale. Im Anschluss an die Partie herrschte bei der „Werkself“ dementsprechend Zufriedenheit.

„Die ersten beide Toren waren blöd, da waren wir geschockt. Aber dann haben wir uns Stück für Stück ins Spiel reingekämpft“, erklärte Trainer Heiko Herrlich nach Abpfiff. Am Erreichen der nächsten Runde hatte der Übungsleiter großen Anteil. Schließlich wechselte er Karim Bellarabi ein, der nach wenigen Minuten auf dem Feld erst zum 3:2 traf (111.) und anschließend das 4:2 vorbereitete (118.). „Ich habe zu Karim gesagt: ‚Heute bist du dran, heute ist es fällig‘. Dass er es so macht, ist umso schöner“, erklärte Herrlich.

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Auch Julian Brandt erwischte einen Sahnetag und traf doppelt. Erst netzte er zum 1:2 ein (31.), dann glich er zwischenzeitlich aus (55.). „Das sind immer besondere Spiele. Wenn du schon eine Zeit bei Leverkusen spielst, ist es einfach ein Stein, der vom Herzen fällt, wenn du mal ins Halbfinale kommst“, betonte der Offensivmann gegenüber Sky. Nun ist es nur noch ein Sieg, der die Rheinländer vom Finale in Berlin trennt. „Der Wille ist auf jeden Fall da. Die Bender-Zwillinge leben das auf jeden Fall vor. Das ist auch eine Stärke von uns. Beim 1:2 haben wir wieder aufgelebt. Wenn die Mentalität stimmt, dann solltest du eigentlich keine Bedenken haben. Wozu es dann am Ende reicht, werden wir sehen“, gab Brandt zu Protokoll.

„Werkself“ sorgt sich um Kapitän Bender

Am Samstag (15.30 Uhr) geht es für Leverkusen allerdings erst einmal gegen Berlin. Die Hertha ist zu Gast in der BayArena. Fraglich für das Duell ist Lars Bender, der sich gegen Bremen ersten Untersuchungen zufolge eine Muskelverletzung zuzog. „Ihn hat es in die Leiste reingestochen. Wir müssen aber noch eine genaue Untersuchung abwarten“, erklärte Trainer Herrlich. Ein längerer Ausfall ist nicht ausgeschlossen.