Herrlich hadert mit Prädikat Weltklasse für Bailey

Mit Leon Bailey spielt die Entdeckung der Saison bei Bayer 04 Leverkusen. Sein Trainer Heiko Herrlich allerdings hadert damit, dass der Jamaikaner bereits in den fußballerischen Olymp gehoben wird.

„Er hat ein paar Tore geschossen, die so spektakulär waren, dass man ihm bereits Weltklasse attestiert hat. Er ist 20 Jahre alt – wie soll er mit so einem Prädikat umgehen?“, sagte Herrlich der Rheinischen Post. Bailey sei noch lange nicht so weit, mit den ganz Großen auf Augenhöhe spielen zu können. „Ein Weltklasse-Spieler zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass er seine Mitspieler besser macht“, erklärte der Bayer-Coach. „Man muss Leon Bailey auch mal ein schlechtes Spiel zugestehen, oder dass er mal genervt ist, wenn ihm alles zu viel wird. Das heißt nicht, dass er abgehoben ist.“

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Mit neun Toren und fünf Vorlagen in der laufenden Saison hat sich Bailey allerdings nicht nur in den Fokus der deutschen, sondern auch der europäischen Konkurrenz gespielt. Ein Abgang des Jamaikaners trotz Vertrages bis 2022 droht. Sorgen allerdings, dass Bailey den Fokus verlieren könnte, hat Herrlich nicht. „Ich habe das Gefühl, dass er geerdet ist und weiß, worauf es ankommt. Leon ist sich bewusst, dass die positiven Schlagzeilen ihn nicht zu einem besseren Spieler machen“, erklärte er.