Herrlich: „Selbstvertrauen gibt’s nur durch Punkte“

Foto: Robert Hradil/Bongarts/Getty Images

Aus dem jüngsten Remis gegen Hannover will Bayer 04 Leverkusen neues Selbstvertrauen ziehen, um in der Europa League gegen den FC Zürich (Donnerstag, 18.55 Uhr) einen Riesenschritt in Richtung nächste Runde zu machen. Gute Nachrichten gab es aus der medizinischen Abteilung.

„Wir haben das Hannover-Spiel aufgearbeitet und uns auch die Statistiken dazu angesehen – die Zahlen sprechen alle ganz deutlich für uns, das hat auch die Auswertung des Videomaterials ergeben“, sagte Bayer-Trainer Heiko Herrlich. „Jetzt müssen wir wieder dahinkommen, an uns zu glauben.“ Dabei hatte Leverkusen gegen die Niedersachsen eine Menge Glück gebraucht, zumindest den einen Punkt zu sammeln. Erst in der Nachspielzeit hatte Karim Bellarabi das 2:2 geschossen.

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Selbstvertrauen gebe es nun mal nur dann, „wenn du die Punkte holst“, stellte Herrlich unverdrossen fest. Und zumindest ein Zähler war seinem Team ja geglückt. „Eine top Einstellung und die Überzeugung, dass wir in Zürich gewinnen können“, forderte der 46-Jährige nun für die Partie am Donnerstag. Mit einem Sieg in der Schweiz hätte Bayer die Optimalausbeute von neun Punkten aus drei Spielen eingefahren – und stünde bereits mit anderthalb Beinen in der Runde der letzten 32.

Comeback von Baumgartlinger und Retsos naht

Möglichst bald wieder helfen sollen Julian Baumgartlinger (nach Innenbandriss) und Panagiotis Retsos (nach Sehnenteilriss). Beide absolvierten am Montag das Teamtraining und schoben anschließend noch eine Zusatzschicht. Überstürzen aber will Herrlich nichts: „Wir müssen von Tag zu Tag schauen, wie sie die Belastung tolerieren“, sagte der Bayer-Coach, ein Zeitfenster aber hat er bereits im Blick: „Auch wenn es am Anfang vielleicht nur zu Kurzeinsätzen reichen wird, bin ich optimistisch, dass beide in den kommenden zwei Wochen einen Riesenschritt nach vorne machen und uns wieder zur Verfügung stehen.“

Noch etwas länger wird Bayer auf Charles Aránguiz warten müssen. Der Mittelfeldspieler laboriert bereits seit Juli an einer Knieverletzung, auf Lichtblicke folgten zuletzt immer wieder Rückschläge. Er sei „guter Dinge“, was den Heilungsverlauf Aránguiz’ angehe, sagte Herrlich. Der 29-jährige Chilene schließlich nahm am Montag erstmals wieder am Mannschaftstraining teil. Ebenfalls mitmischen konnte Paulinho, der zuletzt über Adduktorenprobleme geklagt hatte.