Herrlich sieht den Schlüssel in der Defensive

Bayer 04 Leverkusen durfte am Samstagabend vor heimischer Kulisse nach zwei Niederlagen am Stück endlich wieder jubeln: Gegen Gladbach gewann die „Werkself“ mit 2:0 (1:0) und bleibt somit auf Champions League-Kurs.

Es war bereits das dritte Mal, dass Bayer und die „Fohlen“ in der laufenden Saison aufeinandertrafen. In der Hinrunde gab es für Leverkusen ein am Ende zu deutliches 5:1 in Gladbach, im DFB-Pokal einen knappen 1:0-Erfolg zugunsten der „Werkself“. Im Anschluss an das 2:0 vom Samstag betonte Bayer-Coach Heiko Herrlich: „Wir sehr glücklich, dass wir die drei Punkte gegen einen Mitkonkurrenten ums europäische Geschäft, der uns diese Saison schon zweimal richtig gefordert hat, hierbehalten konnten.“ Besonders zufrieden war der 46-Jährige mit der Defensivarbeit seiner Elf. Dafür sprach er seinen Schützlingen ein Sonderlob aus. Fast über die kompletten 90 Minuten habe seine Mannschaft ihre Arbeit konsequent verrichtet und kaum etwas zugelassen, betonte Herrlich.

- Anzeige -

Vollends zufrieden allerdings war der Trainer nicht. Wie schon beim 2:1-Erfolg in Wolfsburg waren es die eigenen Konter, die Herrlich störten. Diese hätte Bayer „besser ausspielen“ können, sagte er. Beinahe den Spielverlauf auf den Kopf gestellt hätte ein Kopfball von Josip Drmić. Bei diesem habe seine Mannschaft „Glück gehabt“. „Der Ausgleich hätte nicht zum Spielverlauf gepasst, es wäre aber das Spiegelbild zum DFB-Pokal-Spiel gewesen, wo Gladbach eigentlich dominiert hat und wir mit einem Konter das Tor gemacht haben“, sagte der Coach.

Leno und Alario erhalten Sonderlob

Ein Dankeschön sprach der Bayer-Trainer auch seinem Schlussmann Bernd Leno aus. Dieser rettete Bayer in der Schlussphase vor dem Ausgleich, als er ein Eigentor überragend verhinderte. „Da hat Bernd super reagiert“, unterstrich Herrlich. Ebenfalls ein Sonderlob durfte sich Lucas Alario abholen: „Über seine Torgefährlichkeit wissen wir alle längst Bescheid. Aber jetzt arbeitet er richtig gut, ist aggressiv, hat viele Balleroberungen. Der Weg geht in die richtige Richtung.“