Herrlich: „Und plötzlich ist alles schlecht“

Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Bayer 04 Leverkusen bekommt es nach zwei Niederlagen zum Saison-Auftakt am Samstag (15.30 Uhr) mit dem FC Bayern München zu tun. Personell gibt es für das Duell mit dem Rekordmeister noch einige Fragezeichen.

Das Trio um Kai Havertz, Julian Brandt und Jonathan Tah kehrte immerhin fit von den Nationalmannschaften zurück. Brandt durfte die Einheit am Dienstag, bei der auch Sven Bender voll mitwirkte, sogar früher beenden. Auf Havertz könnte am Samstag erneut die Aufgabe im defensiven Mittelfeld zukommen. Denn Lars Bender droht nicht rechtzeitig fit zu werden und Charles Aránguiz weilt aktuell noch bei der Nationalmannschaft.

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Am Donnerstag hat Trainer Heiko Herrlich alle Akteure zurück bei sich. Dann kommt es noch einmal zur Aufarbeitung der ersten beiden Spieltage. „Im kleinen Kreis haben wir dies schon gemacht“, sagte Herrlich laut Kicker. Für das Spiel gegen Bayern forderte er von seinen Spielern: „Wir müssen sehen, dass wir unsere Dinge gut machen und nicht so viel nach dem Gegner schauen. Im Umschaltverhalten müssen alle mitverteidigen, mitarbeiten. Das müssen wir konsequent über 90 Minuten zeigen.“

Trainer kritisiert Berichterstattung

Vor dem Duell mit dem Rekordmeister sprach Herrlich von einem „übermächtigen Gegner“, Bayer wolle seine Chancen aber trotzdem suchen. Auch Havertz gab sich kämpferisch. „Unser Ziel ist, etwas mitzunehmen. Zwei Niederlagen sind zwar ein schlechter Start für uns. Aber wir werden alles tun, da was mitzunehmen und ich glaube, wir sind dazu auch in der Lage“, sagte der Mittelfeldmann. Herrlich montierte derweil die Berichterstattung rund um den Werksklub. „Bevor die Saison angepfiffen wurde, waren wir schon gefühlt auf Platz zwei. Und plötzlich ist alles schlecht“, sagte er. Die Schärfe in der Kritik habe ihn „überrascht“, er wolle sie aber dennoch annehmen: „Weil zwei Niederlagen nicht unser Anspruch sein können. Aber ich bin froh, dass ich es abgekriegt habe und nicht die Spieler. So ist es besser. Ich stecke das weg.“