Hertha äußert sich zu Ausschreitungen

Mit einem Statement hat Hertha BSC am Dienstag auf die Krawalle beim Pokalspiel in Rostock (2:0) reagiert. Der Hauptstadtklub verurteilte die Vorkommnisse „aufs Schärfste“ und kündigte Konsequenzen an.

„Wir werden die Geschehnisse von Rostock mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln aufarbeiten und weiterhin gemeinsam mit den Behörden alle Möglichkeiten nutzen, die Ermittlung der Einzeltäter zu forcieren“, ließ der Verein mitteilen. Es soll zudem einen Dialog mit den obersten Fußballfunktionären des Landes geben: „Hertha BSC wird im nächsten Schritt mit dem DFB-Präsidenten Reinhard Grindel und Christian Seifert, dem Geschäftsführer der DFL, in den nächsten Tagen das Gespräch suchen, um ein gemeinsames Vorgehen in dieser aktuellen Thematik zu besprechen, denn wir halten ein gemeinsames Vorgehen mit allen Vereinen und den Verbänden für unabdingbar.“

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Die Geschehnisse vom Montag gefährdeten den Fußballsport, heißt es in der Erklärung, der Auftritt einiger Hertha-Anhänger in Rostock sei nicht mit dem Wertesystem des Klubs vereinbar. „Es wird gerade in der Öffentlichkeit rege diskutiert, was dem Fußball, diesem Spiel, das wir alle lieben und uns alle seit Kindheit fasziniert, alles schadet oder ihn gar zerstört. Das, was einige Unverbesserliche in Rostock auf beiden Seiten gezeigt haben, gehört jedenfalls zweifelsfrei dazu“, erklärte der Verein.

Die Berliner sprachen sich für eine umfangreiche Täterermittlung aus, „das alleinige Aussprechen von Kollektivstrafen“ sei für sie „kein Allheilmittel“. Außerdem gab es Lob für das Verhalten der friedlichen Rostocker Fans: „Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang die Reaktion der restlichen Fans im Ostseestadion, die auf ihren eigenen Block mit dem Sprechchor ‚Und ihr wollt Hansa Rostock sein?‘ auf das Verbrennen des gestohlenen Blockbanners von Hertha BSC reagiert haben.“