Hertha plant strukturelle Anleihe am Kapitalmarkt

Foto: Boris Streubel/Bongarts/Getty Images

Bundesligist Hertha BSC plant offenbar, mit einer strukturellen Anleihe am Kapitalmarkt frisches Geld in die Kasse zu spülen. Demnach bereitet Herthas Geschäftsführung die Platzierung einer Anleihe von bis zu 40 Millionen Euro vor.

Nach einem Bericht des Wirtschaftsmagazins Capital sollen vor allem institutionelle Investoren angelockt werden, die Laufzeit soll fünf Jahre betragen. „Wir sind als Hertha BSC in allen Bereichen aufgefordert, nach interessanten und zeitgemäßen Möglichkeiten Ausschau zu halten, um die Entwicklung des Vereins voranzutreiben. So prüfen wir auch diverse Optionen auf dem Kapitalmarkt. Momentan wollen wir mit der Form der strukturierten Anleihe potenzielle Investoren ansprechen und versuchen, für uns zu gewinnen“, teilte ein Klubsprecher mit.

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Hertha plant demnach, den derzeitigen Anteilseigner Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR) auszubezahlen und die Anteile des US-Finanzinvestors zurückzukaufen. KKR war 2014 beim Hauptstadtklub als Investor eingestiegen und hatte damals für rund 18 Millionen Euro 9,7 Prozent der Anteile an der Spielbetriebsgesellschaft übernommen. Insgesamt belief sich die Investition durch Darlehen und Unterschriftsboni auf 61,2 Millionen Euro. Demnach besteht zwischen Klub und Investor eine Vereinbarung, die es Hertha ermöglicht, das Aktienpaket für 27,8 Millionen Euro zurückzukaufen. Für die Beendigung der Vereinbarung mit KKR und die Begleichung noch ausstehender Rückzahlungen würden weitere rund 43 Millionen Euro fällig werden.