Hertha schlägt Nürnberg mit 1:0

Foto: Matthias Kern/Bongarts/Getty Images

Hertha BSC feierte im heimischen Olympiastadion einen gelungenen Auftakt in die neue Bundesliga-Saison. Die Berliner besiegten den 1. FC Nürnberg am Samstagnachmittag verdient mit 1:0 (1:0).

Hertha-Coach Pál Dárdai bot dieselbe Elf auf, die Eintracht Braunschweig am vergangenen Montag in der ersten Runde des DFB-Pokals auswärts mit 2:1 bezwungen hatte. Der vom FC Liverpool geliehene Marko Grujić nahm auf der Bank Platz. FCN-Coach Michael Köllner nahm nach dem 2:1-Erfolg beim SV Linx zwei Änderungen an seiner Anfangsformation vor: Enrico Valentini (Sehnenzerrung) und der erkrankte Adam Zrelák mussten aussetzen, dafür rückten die Neuzugänge Robert Bauer und Yūya Kubo in die Startelf.

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Die Nürnberger begannen mutig und setzten Hertha früh unter Druck. Kapitän Hanno Behrens hatte nach einer Freistoßflanke von Tim Leibold die erste Chance der Partie. Der Mittelfeldspieler brachte seinen Kopfball aber nicht aufs Berliner Tor (6.). Die Franken verteidigten engmaschig und machten den Hausherren das Aufbauspiel somit schwer. Nürnbergs Keeper Fabian Bredlow griff nach einer Ecke daneben, Jordan Torunarigha lenkte den Ball per Kopf links vorbei (13.). Nach einer guten Viertelstunde erhöhten die Herthaner die Schlagzahl, Valentino Lazaro zielte aus zehn Metern halbrechter Position jedoch deutlich zu hoch (21.).

Ibišević beweist seinen Torriecher

Doch auch die Gäste machten weiterhin mit: Kubo prüfte Rune Jarstein mit einem Fernschuss, der Hertha-Keeper parierte souverän (24.). Es waren aber die Gastgeber, die sich in dieser Phase ein spielerisches Übergewicht erarbeiteten und prompt belohnt wurden. Lazaro setzte sich auf dem rechten Flügel stark gegen Leibold durch und bediente den völlig freistehenden Vedad Ibišević. Der Berliner Kapitän musste aus kurzer Distanz nur noch einschieben (27.). Die Nürnberger Hintermannschaft machte in dieser Szene keine gute Figur. Die Führung gab der „Alten Dame“ spürbar Sicherheit. Zum Ende des ersten Durchgangs deutete auch der „Club“ noch mal Torgefahr an: Mikael Ishak verfehlte das Gehäuse aus 25 Metern aber deutlich (45.+1).

Die Berliner übernahmen auch nach dem Seitenwechsel wieder die Kontrolle und wurden durch zwei Innenverteidiger gefährlich: Niklas Stark scheiterte per Kopf an Bredlow (50.), Karim Rekik setzte seinen Versuch daneben (51.). Nürnberg verursachte nach dem Wiederanpfiff zu viele Freistöße und Ecken der Hausherren. Nach einer knappen Stunde zeigten sich auch die Franken wieder offensiv: Kubo vernaschte Stark auf der linken Seite und scheiterte aus spitzem Winkel an Jarstein (59.). FCN-Coach Köllner stärkte daraufhin den Angriff und brachte Federico Palacios Martínez für den unglücklichen Edgar Salli (67.).

Jarstein pariert Ishaks Elfmeter

Die Gäste schalteten einen Gang hoch und kamen durch Ishak zur nächsten Chance: Der Schwede versuchte es per Direktabnahme, sein Schuss ging links am Tor vorbei (69.). Auch Dárdai wechselte nun erstmals und verhalf Dennis Jastrzembski zum Bundesliga-Debüt (72.). Maximilian Mittelstädt verließ für ihn den Platz. Köllner legte weiter nach und brachte Torles Knöll für Kapitän Behrens (81.). Kurz darauf erhielten die Franken ihre große Chance zum Ausgleich: Nach einem Handspiel von Rekik im Strafraum zeigte Schiedsrichter Tobias Welz auf den Punkt (82.). Ishak trat an und scheiterte an Jarstein, der den Schuss ins linke Eck geahnt hatte (84.). Der „Club“ war nun auch moralisch am Ende und kam offensiv nicht mehr durch.

Stattdessen kam Hertha in den letzten Minuten noch zu einigen kleineren Gelegenheiten, die allerdings nicht konsequent ausgespielt wurden. Kurz vor Schluss feierte Neuzugang Grujić noch sein Debüt für den neuen Arbeitgeber (88.). Ein Spektakel war es nicht, aber das wird den Berlinern vermutlich egal sein: Hertha BSC schlägt den 1. FC Nürnberg zum Auftakt in die neue Spielzeit mit 1:0. Die „Alte Dame“ zeigte eine solide Vorstellung, den Gästen mangelte es an offensiver Durchschlagskraft. Letztlich waren es Ibišević und Jarstein, die den Unterschied zugunsten des Hauptstadtklubs ausmachten.