Herthas Jastrzembski mit steilem Aufstieg

Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Dennis Jastrzembski legt bei Hertha BSC derzeit einen steilen Aufstieg hin: Der 18-Jährige kam in allen drei Pflichtspielen der laufenden Saison zum Einsatz und sorgte stets für mehr Dynamik. In der Länderspielpause durfte er dann auch erstmals für die deutsche U19-Nationalmannschaft auflaufen.

Beim 2:2 am vergangenen Freitag gegen die Schweiz kam Jastrzembski noch von der Bank, beim 2:1-Erfolg am Montag gegen die Slowakei feierte der Hertha-Profi sein Startelf-Debüt für die DFB-Juniorenauswahl. „Es war ein schwieriges Spiel, man darf den Gegner nicht unterschätzen“, sagte der Flügelstürmer dem Kicker. „Die Slowakei war körperlich sehr robust, zum Glück haben wir 2:1 gewonnen. Wir wollten es wiedergutmachen, dass wir gegen die Schweiz nur Unentschieden gespielt haben. Wir hatten jetzt bessere Chancen als gegen die Schweiz, können aber natürlich noch mehr Tore machen.“ Die Mannschaft müsse „noch cooler werden“.

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Dass er nach seinen Bundesliga-Einsätzen mit der U19 nur vor 2.500 Zuschauern gespielt hatte, machte Jastrzembski nichts aus: „Ich freue mich immer, zum DFB zu kommen, es ist wie eine Familie, man wird gut aufgenommen. Da ich selbst aus einem Dorf in Schleswig-Holstein komme, weiß ich, dass man sich als Kind immer gefreut hat, wenn man solche Spiele und Spieler sehen konnte.“ Die Kulisse war zuletzt aber noch eine andere: Im Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 (2:0) sahen 60.000 Zuschauer zu, wie der Offensivspieler den Freistoß zum finalen 2:0 herausholte. Im DFB-Pokal bei Eintracht Braunschweig (2:1) hatte er den Siegtreffer sogar mustergültig vorbereitet.

Offensivtalent schwärmt von Dárdai

Der 18-Jährige ist aber auch in der U19 und der U23 der Berliner noch spielberechtigt. „Wenn ich bei den Profis Einsätze bekomme, ist das natürlich großartig, und ich versuche, alles zu geben. Wenn danach am Wochenende aber noch die U19 oder die U23 ein Spiel hat, fragt mich Pál Dárdai, ob ich noch mehr Spielminuten in einem der beiden Teams machen möchte“, erklärte Jastrzembski die Aufteilung. Für die Generation junger Hertha-Profis ist Coach Dárdai ein ganz wichtiger Faktor: „In der Jugend hatten wir ihn alle als Trainer, ich ein halbes Jahr, bevor er dann zu den Profis gewechselt ist. Er hat uns damals in positiver Hinsicht wie seine Kinder behandelt. Ich bin sehr froh, ihn jetzt auch als Trainer bei den Profis zu haben.“