Heynckes auf Rekordjagd in Istanbul

Jupp Heynckes könnte am Mittwochabend einmal mehr Geschichte schreiben. Ein Sieg im Champions League-Achtelfinal-Rückspiel bei Beşiktaş Istanbul wäre sein elfter nacheinander als Trainer in der Königsklasse.

„Ich bin immer wieder überrascht über solche Statistiken, aber es bedeutet mir persönlich nicht so viel“, sagte Heynckes auf der Pressekonferenz am Dienstag. „Mir bedeutet es mehr, dass die Mannschaft gewinnt, gut spielt und eine Entwicklung nimmt.“ Bisher teilt er sich die Bestmarke von zehn Siegen nacheinander mit den Ex-Münchnern Louis van Gaal und Carlo Ancelotti. Bereits am Dienstagvormittag wurde bekannt, dass Arjen Robben das Rückspiel in Istanbul verletzt verpassen wir. „Wenn es unbedingt hätte sein müssen, hätte er spielen können“, sagte Heynckes über den Niederländer und ergänzte: „Ich bin da sehr vorsichtig. Es bringt nichts, wenn er sich eine Muskelverletzung zuziehen würde.“

- Anzeige -

Trotz des klaren 5:0 im Hinspiel ist am Mittwoch (18 Uhr) Vorsicht geboten. Heynckes erwartet „heißblütige Fans“, Klubchef Karl-Heinz Rummenigge einen „gewaltigen akustischen Orkan“ in der berüchtigten „Hölle am Bosporus“. Nach dem bislang einzigen Auftritt der Münchner in Istanbul 1997 habe man ja „noch tagelang Ohrensausen gehabt, wie nach einem Rolling-Stones-Konzert“, erzählte Rummenigge. Präsident Uli Hoeneß ergänzte vor dem Abflug am Münchner Flughafen: „Wenn wir ein 5:0 nicht verteidigen, müssen wir aufhören.“

Mertesacker „hat sicherlich die Wahrheit angesprochen“

Nationalspieler Thomas Müller stütze derweil Per Mertesackers Aussagen über die mentale Belastung im Sport. „Er hat sicherlich die Wahrheit angesprochen. Ich kann die Gefühle, die er beschreibt, zumindest in einigen Phasen der Karriere nachvollziehen“, sagte Müller am Dienstag. Mit Blick auf die Partie gegen Istanbul sagte er: „Wir wollen von Anfang an zeigen, dass hier keine Hoffnung aufkeimt, dass gar keiner an Wunder glauben kann.“