Heynckes: Kovač kämpft mit „Berg von Problemen“

Foto: Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images

Der ehemalige Erfolgstrainer Jupp Heynckes hat Mitleid mit dem beim FC Bayern München stark unter Druck geratenen Niko Kovač. Heynckes selbst verfolgt die Bundesliga gelassen und entspannt.

„Da kommt ein junger Trainer und will die Welt einreißen. Niko Kovač hat’s nicht einfach in München“, sagte Heynckes in der Westdeutschen Zeitung über seinen Nachfolger. „Es gibt liebe Jungs dort und Diven, und dann sind da noch die schweren Verletzungen von wichtigen Spielern. Da türmt sich ein Berg von Problemen auf.“ Seinen Rückzug am Ende der vergangenen Saison scheint der 73-Jährige überhaupt nicht zu bereuen: „Es ist einfach wunderbar zu Hause, ein wahrer Luxus, morgens in aller Ruhe zu frühstücken und keinen Druck zu haben.“ Die Arbeit bei seinem zweiten Ex-Klub, Borussia Mönchengladbach, beurteilt Heynckes aus der Ferne dagegen sehr positiv. „Die Mannschaft macht auf mich einen stabilen und homogenen Eindruck, und sie hat meines Erachtens eine große Chance, sich am Ende der Spielzeit für die Champions League zu qualifizieren“, sagte der frühere Spieler und Trainer der „Fohlen“.

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Auch der frühere Bayern-Trainer Carlo Ancelotti äußerte sich zu den Schwierigkeiten des Kroaten Kovač. „Ich glaube, er muss dieselben Probleme in Angriff nehmen, die ich erlebt habe. Da ich immer auf der Seite der Trainer stehe, wünsche ich Kovač das Beste“, sagte der 59-Jährige vor dem Champions League-Match seines Klubs SSC Neapel gegen Roter Stern Belgrad am Mittwoch. Seine eigene Zeit bei den Bayern sei „nicht einfach“ gewesen, sagte Ancelotti weiter. „Ich hoffe, dass es für Kovač leichter wird.“ Der Italiener war im September 2017 nach etwas mehr als einem Jahr als Trainer des deutschen Rekordmeisters entlassen worden. Seit dieser Saison steht er beim zweimaligen italienischen Meister Neapel an der Seitenlinie.