Hitziges Duell: Wolfsburg schlägt Schalke zum Auftakt

Foto: Selim Sudheimer/Bongarts/Getty Images

Eine alles andere als langweilige Partie bekamen die Zuschauer am Samstagnachmittag in der Volkswagen Arena zu sehen. Am Ende bejubelte der VfL Wolfsburg nach einem hitzigen Duell gegen den FC Schalke 04 (2:1) drei Punkte.

VfL-Coach Bruno Labbadia vertraute nach dem knappen 1:0-Erfolg im DFB-Pokal bei der SV Elversberg auf beinahe die gleiche Elf. Ignacio Camacho und Neuzugang Wout Weghorst rückten für Yannick Gerhardt und den zuletzt angeschlagenen Daniel Ginczek ins Team. Auf der anderen Seite beließ es Schalkes Trainer Domenico Tedesco im Vergleich zum souveränen 2:0 im Pokal in Schweinfurt bei einem Tausch: Neuzugang Suat Serdar spielte anstelle von Nabil Bentaleb.

- Anzeige -

Beide Mannschaften starteten mit Zug nach vorne, wirklich gefährlich wurde es für das gegnerische Tor aber nicht. Die Partie lief hauptsächlich im Mittelfeld ab. Vizemeister Schalke kombinierte sich meist gut bis zum gegnerischen Strafraum, scheiterte dann aber am präzisen letzten Zuspiel. Die erste gute Chance der Partie hatten die Hausherren: Ein Freistoß von William fischte Ralf Fährmann noch aus dem linken oberen Winkel (22.). Vor allem S04-Neuzugang Salif Sané erwies sich als Unsicherheitsfaktor. Die Quittung für den schwachen Auftritt bekam die Tedesco-Elf nach knapp einer halben Stunde: Der völlig alleingelassene John Anthony Brooks nickte eine Arnold-Ecke am zweiten Pfosten zur Führung ein (33.). Im 100. Bundesliga-Spiel erzielte der Verteidiger seinen siebten Treffer. Kurz darauf ging es in die Pause.

Embolo belebt das Schalker Spiel, Joker Ginczek sticht

Den ersten nennenswerten Abschluss der zweiten Hälfte hatte Renato Steffen, als er nach einer Hereingabe von Maximilian Arnold das Schalker Tor nur knapp verfehlte (56.). Tedesco reagierte und brachte Breel Embolo für den glücklosen Amine Harit (58.). Nach wie vor fehlte es beiden Mannschaften am letzten Pass und so auch an zwingenden Torchancen. Wenig später wurde es hektisch: Zunächst entschied Referee Patrick Ittrich nach Rücksprache mit dem Video-Assistenten auf Platzverweis für Matija Nastasić (66.). Der S04-Verteidiger war mit gestrecktem Bein in einen Zweikampf mit Wolfsburgs Weghorst gegangen. Kurz darauf stand der Neuzugang des VfL im Mittelpunkt: Weghorst war mit dem Kopf voraus in einen Zweikampf mit Guido Burgstaller gegangen. Ittrich revidierte seine Entscheidung (Platzverweis) jedoch (70.).

Nach einer hektischen Phase hätte Brooks für die Entscheidung sorgen können, platzierte ein Zuspiel von Josip Brekalo jedoch in den Armen von Fährmann (79.). Auf der Gegenseite vergab der eingewechselte Embolo frei vor Koen Casteels den Ausgleich (83.). Wenig später zappelte der Ball doch im Netz: Bentaleb, der kurz zuvor für Serdar kam (82.), verwandelte einen Strafstoß zum 1:1 (85.). Brooks nahm nach einer Ecke am eigenen Fünfmeterraum das Bein zu hoch und traf Embolo klar. In der Nachspielzeit gelang dem eingewechselten Ginczek letztendlich der Siegtreffer für den VfL (90.+4).