Hoeneß macht sich für Rummenigge-Verbleib stark

Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Der Name Oliver Kahn geistert weiter durch die Säbener Straße, in einer anderen Personalie hat sich Uli Hoeneß sogar schon klar positioniert: Der Präsident des FC Bayern München hat sich für einen Verbleib von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge über 2019 hinaus stark gemacht.

„Ich kann grundsätzlich sagen, dass Uli und ein paar andere Mitglieder des Aufsichtsrats mich gebeten haben darüber nachzudenken, meinen Vertrag zu verlängern“, sagte Rummenigge, dessen Vertrag Ende des kommenden Jahres ausläuft, am Donnerstagabend bei der Übergabe des neuen Mannschaftsbusses auf dem Odeonsplatz in München. Er werde sich daher „in nächster Zeit“ Gedanken machen und anschließend „mit Uli das Gespräch suchen“, sagte Rummenigge weiter. „Ich habe großes Verständnis dafür, dass dieses Thema großes Interesse hervorruft.“

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Auf Spekulationen, denen zufolge Oliver Kahn der Wunschkandidat des Klubs bei der anstehenden Umstrukturierung der Führungsspitze sei, reagierte Rummenigge zurückhaltend. „Ich habe Oliver Kahn monatelang nicht gesehen, obwohl wir im selben Ort leben. Ich kenne seine Vorstellung, die er von seiner Zukunft hat, überhaupt nicht“, sagte er.

Kahn? „Wichtig, was er von seiner Zukunft will“

Der frühere Bayern-Kapitän Kahn soll ein Kandidat für die Neuausrichtung der Chefetage des Klubs in einer Zeit nach Hoeneß und Rummenigge sein. Hoeneß ist bis November 2019 gewählt. Vor allem Hoeneß hatte immer wieder versucht, Kahn nach dessen Karriereende 2008 zurück an die Isar zu holen. „Er war ein extrem wichtiger Spieler in der Geschichte von Bayern München. Er hat eine großartige Karriere als Fußballer hinter sich. Am Ende des Tages ist wichtig, was er von seiner Zukunft will. Dass der Aufsichtsrat sich Gedanken machen muss und wird, ist das Normalste der Welt. Ich bin sehr optimistisch, dass sie die richtige Entscheidung treffen werden“, sagte Rummenigge.

Den bisherigen Saisonverlauf sieht der 63-Jährige zwiespältig. „Wir hatten einen sehr guten Start in die Saison, wo wir nicht nur gewonnen haben, sondern auch guten Fußball gespielt haben. Aber man muss selbstkritisch sagen, dass wir seit Augsburg ein bisschen aus der Erfolgsspur rausgekommen sind. Es ist jetzt wieder der Zeitpunkt gekommen, dass die Mannschaft ab Samstag wieder in die Erfolgsspur zurück muss. Die Mannschaft und auch der Trainer sind jetzt gefragt“, sagte Rummenigge.