Hoffenheim glaubt fest an Erfolg in Lyon

Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images

Die TSG 1899 Hoffenheim glaubt nach dem 4:1 (2:1) bei Bayer 04 Leverkusen fest an ein Weiterkommen in der Champions League. Der Mann des Tages marschierte nach Spielende mit nacktem Oberkörper und stolz geschwellter Brust in die Kabine.

„In Lyon haben wir am Mittwoch wieder ein wichtiges Spiel, in dem wir einiges vorhaben. Wenn wir so auftreten wie heute, können wir auch dort gewinnen“, sagte der Brasilianer Joelinton nach seinem ersten Bundesliga-Doppelpack und verdeutliche damit den Optimismus seiner Mannschaft, den Einzug in die K.o.-Runde der Champions League zu schaffen. Mit seinem späten Treffer zum 3:3 gegen die Franzosen hatte er im Hinspiel den Traum der Hoffenheimer auf das Achtelfinale am Leben gehalten, ein Sieg im Rückspiel am Mittwoch (21 Uhr) ist aber Pflicht, um im Europacup zu überwintern. „Wir müssen zwingend gewinnen, das ist der Unterschied zu Leverkusen“, sagte auch Trainer Julian Nagelsmann mit Verweis auf die „Werkself“, die in der Europa League am Donnerstag gegen den FC Zürich wohl „nur“ um den Gruppensieg spielt.

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Nagelsmann, der mit Blick auf den Auftritt im Groupama Stadium in Leverkusen im Vergleich zum 0:2 bei RB Leipzig im DFB-Pokal gleich achtmal rotiert hatte und in den beiden Hälften jeweils ein anderes System gewählt hatte, will Lyon ebenso wie Bayer überraschen. „Ich glaube, die Scouts von Lyon konnten sich heute kein genaues Bild von uns machen, weder vom Personal noch von der Taktik“, äußerte der Coach und musste dabei sogar kurz schmunzeln. „Mittwoch in Lyon müssen wir genau die gleiche Leidenschaft auf dem Platz bringen wie heute“, forderte Torwart Oliver Baumann, der ebenso wie sein Trainer einräumte, dass das Ergebnis angesichts des Spielverlaufs zu hoch ausgefallen sei.

Nelson traumhaft, Grifo erstmals

Neben Joelinton (34., 73.) hatten Reiss Nelson (19.) mit einem Traumtor und Vincenzo Grifo mit seinem ersten Treffer für Hoffenheim (49., FE) Leverkusen nach dessen zwei Kantersiegen in Bremen (6:2) und Mönchengladbach (5:0) wieder auf den Boden der Tatsachen geholt.