Hoffenheim stirbt mal nicht in Schönheit

Der Gang zu den mitgereisten Fans war diesmal ein leichter für die Profis der TSG 1899 Hoffenheim. Souverän und mit einer ordentlichen Leistung hatten die Kraichgauer 2:0 beim FC Augsburg gewonnen.

„Das Spiel hatte schon eine Bedeutung für uns“, sagte Trainer Julian Nagelsmann – und diese reichte über das Sportliche hinaus. Nach einer turbulenten Woche im Kraichgau, die mit der schon länger erwarteten Verkündung der Trennung von Geschäftsführer Hansi Flick begonnen hatte, war der erste Erfolg nach zuvor acht Spielen mit nur einem Sieg ein herbeigesehntes Signal. „Das war sehr wichtig“, meinte Nagelsmann, der die Gemengelage aber lange nicht so brisant fand, wie es in der Öffentlichkeit den Anschein hatte.

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„Es war kein Krisengipfel, wir haben das ausgesprochen“, sagte er über das Treffen mit Fanvertretern unter der Woche. Die Unmutsbekundungen des Anhangs beim 1:1 gegen Freiburg im letzten Heimspiel hatte er sarkastisch moniert und dafür Kritik geerntet. Am Samstag in Augsburg hatte die Mannschaft sich die Unterstützung verdient. „Unsere Präsenz im Mittelfeld war sehr gut, unser Konterspiel war gut, wir haben lange sehr gut gegen den zweiten Ball agiert“, analysierte Nagelsmann. Nico Schulz verdeutlichte: „Wir wollten nicht in Schönheit sterben, sondern mit einfachem Fußball und viel Willen zum Erfolg kommen.“

(sid)