Hollerbach geht erhobenen Hauptes

Noch mal einigermaßen heil überstanden hat Bernd Hollerbach sein Engagement in Hamburg. Der am Montag geschasste Trainer geht erhobenen Hauptes. Beim 1. FC Köln wurde derweil auch das zweite Kellerspiel vergeigt – von der Euphorie des Januars ist nichts mehr zu spüren. Top und Flop des 26. Spieltags.

Top: Bernd Hollerbach
Bernd Hollerbach – top? Ja, wirklich! Zwar hat der inzwischen beim Hamburger SV entlassene Trainer keines seiner nur sieben Bundesliga-Spiele gewonnen und die Hanseaten damit ganz tief in den Keller geführt. Zugleich aber hat Hollerbach für sich persönlich einen ganz, ganz bitteren Eintrag in die Geschichtsbücher vermieden. Sollte der HSV nämlich tatsächlich absteigen, wird dieser Makel ewig an dem Coach kleben, der im Mai die Verantwortung an der Elbe trägt. Hätte es Hollerbach erwischt, wäre seine Trainerkarriere zumindest in der Bundesliga wohl beendet gewesen – mit nur 48 Jahren. Durch die Entlassung jedoch ist der ehemalige Linksverteidiger um diesen Schatten auf seiner Laufbahn noch mal herumgekommen. Mehr noch: Hollerbach galt in der Öffentlichkeit zuletzt sogar als ärmste Sau in Hamburg. Trotz seiner miesen Bilanz verlässt er den Verein einigermaßen unbeschadet – ein Umstand, der im Abstiegsfall nur für wenige gelten dürfte.

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Flop: 1. FC Köln
Mit jedem Spieltag schwinden derzeit die Hoffnungen beim 1. FC Köln. Nach dem furiosen Start ins Fußballjahr mit sieben Punkten aus den ersten drei Spielen hatte das Schlusslicht wieder Morgenluft gewittert nach der katastrophalen Hinserie. Der Klassenerhalt schien doch noch zu schaffen für die Domstädter. Rund anderthalb Monate später weiß man allerdings: Es war nicht mehr als ein Zwischenhoch. Zweimal duellierte sich der FC zuletzt mit Teams aus dem Keller, zweimal zog er den Kürzeren. Auf das 2:3 gegen Stuttgart folgte jüngst das 1:3 gegen Bremen. Statt Boden auf die Konkurrenz gutzumachen und zumindest schon mal Rang 17 zu erobern, verharrt Köln ganz unten. Und so langsam läuft dem Team die Zeit davon. „Es sind noch acht Spiele und acht Punkte Rückstand. Wir versuchen weiter alles“, verspricht zumindest Torhüter Timo Horn. Wenig allerdings spricht dafür, dass nun die Wende zum Guten gelingt.