Hollerbach: „Müssen mal 120 Prozent geben“

Der Hamburger SV empfängt am Samstag (15.30 Uhr) den 1. FSV Mainz 05 zum Kellerduell. Für die Hanseaten ist es die große Gelegenheit, Boden auf die Rheinhessen in der Tabelle gut zu machen.

„Das ist für uns eine Riesenchance. Wenn wir drei Punkte holen, sind wir wieder dabei. Davon bin ich überzeugt“, meinte auch Trainer Bernd Hollerbach auf der Pressekonferenz am Donnerstag. Sollten die Hamburger gewinnen, könnten sie den Rückstand auf die Mainzer, die derzeit auf dem Relegationsrang stehen, auf vier Punkte verkürzen. Bei einer Niederlage allerdings würden zehn Zähler zwischen den beiden Mannschaften klaffen. „Wir werden alles reinlegen“, kündigte Hollerbach daher an. „Es ist wichtig, dass wir den Kontakt zum Relegationsplatz nicht abreißen lassen.“

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Die Vorzeichen für einen Sieg gegen Mainz stehen allerdings denkbar schlecht. Die Offensive verströmt mit erst 18 Saisontoren kaum Gefahr und unter Neu-Trainer Hollerbach gelang dem Bundesliga-„Dino“ noch kein einziger Sieg. „Wir müssen nach vorne noch mehr Gier entwickeln. Wir haben 105 Prozent gegeben. Jetzt müssen wir mal 120 Prozent geben“, forderte der 48-Jährige. Gegen den FSV wäre ein Erfolg, nicht nur aufgrund der tabellarischen Situation, wichtiger denn je. Der Übungsleiter des HSV gab sich derweil noch zuversichtlich: „Wir sind noch lange nicht abgestiegen – auch wenn es einige glauben. Wir brauchen ein Erfolgserlebnis, um wieder in die Spur zu kommen.“

Ekdal und Holtby fallen gegen Mainz aus

Die beiden Mittelfeldspieler Albin Ekdal und Lewis Holtby werden dem Coach am Samstag nicht zur Verfügung stehen. Ersteren plagen Sprunggelenksprobleme und Ex-Nationalspieler Holtby ist nach seiner Risswunde im Schienbein noch nicht einsatzbereit. Außerdem fallen Nicolai Müller und Bjarne Thoelke weiterhin aus. Nur kurz nach der Pressekonferenz brach der HSV-Tross am frühen Donnerstagabend ins Kurztrainingslager nach Treudelberg auf. „Wir erhoffen uns davon natürlich ein wenig Ruhe, um den Fokus vollends auf das Spiel am Sonnabend zu legen“, erklärte Hollerbach die Maßnahme. „Wir werden die Zeit dort auch für viele intensive Gespräche mit den Spielern nutzen.“