Hopp dankt für Solidarität

Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Mehrheitseigner Dietmar Hopp vom Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim hat sich nach den Anfeindungen seiner Person rund um das Bundesliga-Spiel gegen Borussia Dortmund (1:1) für die öffentliche Solidarität bedankt.

Der 78-Jährige sprach von einer „überwältigenden und beeindruckenden Art und Weise“, mit der ihm nicht nur „Betroffenheit, sondern vor allem Zuspruch, Sympathie und Unterstützung übermittelt“ worden sei. Beim Heimspiel der Kraichgauer am vergangenen Wochenende hatten Dortmund-Fans im Gästeblock ein riesiges Banner hochgehalten, auf dem Hopps Konterfei in einem roten Fadenkreuz zu sehen war. Auch waren erneut Schmähgesänge zu vernehmen. Mutmaßlich randalierten einige Gästefans zudem in den Sanitärbereichen.

- Anzeige -

Rekordmeister FC Bayern München in Person des Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge und des Präsidenten Uli Hoeneß hatten am Dienstag in ungewohnt scharfer Form die Angriffe gegen Hopp verurteilt. „Die ungeheuerlichen und völlig deplatzierten Anfeindungen gegen Dietmar Hopp in deutschen Fußballstadien haben am vergangenen Wochenende einen erschütternden Höhepunkt erfahren“, hieß es in dem Schreiben. Man verurteile die „schamlosen Gesänge und Transparente gegen diesen Ehrenmann auf das Schärfste“. Hopp sei ein „absolut untadeliger Charakter. Er hilft selbstlos, er unterstützt zahllose soziale Projekte nicht zuletzt mit großen finanziellen Mitteln.“ Hopp helfe, „wo man nur helfen kann“, so die Bayern.

Rangnick leistet Zuspruch

BVB-Chef Hans-Joachim Watzke hatte sich noch am vergangenen Samstag bei Hopp entschuldigt. Auch Hoffenheims früherer Trainer Ralf Rangnick (jetzt Coach und Sportdirektor bei RB Leipzig) ergriff für seinen Ex-Boss Partei: „Das tut einem in der Seele weh. Ich kenne kaum jemanden im deutschen Fußball, der sich so uneigennützig für diesen Sport engagiert.“

Die TSG veröffentlichte derweil erste Erkenntnisse darüber, wie das Banner in den Block kommen konnte. Am Verein selbst lag es nicht. Ein extra herbestellter Sicherheitsbeobachter attestierte den Kraichgauern, „alle Vorschriften eingehalten und die notwendigen Schritte einwandfrei abgewickelt zu haben“. Dazu haben demnach auch Material- und Bannerkontrollen gehört. Weiter heißt es: „Dennoch ist einigen BVB-Anhängern mit enormer krimineller Energie gelungen, diffamierende Banner in den Gästeblock zu schleusen. Erste Erkenntnisse legen nahe, dass einzelne Teile dieser Transparente in andere Fanklub-Banner eingenäht waren. Diese wurden im Gästeblock dann offenbar aufgetrennt, herausgelöst und zusammengebaut.“