Horn: „Das tut mir unfassbar leid“

Timo Horn schlug sich nach Abpfiff die Hände vors Gesicht und sackte wie vom Blitz getroffen zu Boden. Nach der bitteren 2:3 (1:2)-Niederlage gegen den VfB Stuttgart blieb er einige Zeit auf dem Rasen liegen.

„Ich glaube, wir haben die beste erste Halbzeit der Saison gespielt. Und dann passiert so etwas. Ich weiß nicht, wann mir so ein Fehler das letzte Mal unterlaufen ist“, sagte der deprimierte Keeper nach Abpfiff bei Sky und ergänzte in aller Offenheit: „Ich suche bei solchen Fehlern keine Ausreden. Das tut mir unfassbar leid für die Mannschaft, den Trainer und unsere tollen Fans.“ Ausgerechnet Mario Gómez, der ihn böse überrascht hatte, half dem Keeper des Tabellenletzten nach Schlusspfiff wieder hoch, während des Rest des FC-Teams schon an der Mittellinie den obligatorschen Kreis bildete.

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Claudio Pizarro mit seinem ersten Tor überhaupt für den FC hatte Köln in Führung geschossen, doch der lange Zeit schwache VfB konterte durch Gómez und Andreas Beck. Bei Gomez‘ zweitem Treffer machte der sonst souveräne Horn keine gute Figur. Er ließ den harmlosen Abschluss des deutschen Nationalspielers durch die Finger rutschen. „Das kann einem Torwart mal passieren, zumal der Platz nicht ganz eben war“, sagte VfB-Schlussmann Ron-Robert Zieler, der gleich nach dem Abpfiff seinem Kollegen Mut zusprach.

„Es tut weh“

FC-Coach Stefan Ruthenbeck meinte: „Es tut weh. Aber die Art und Weise macht mir Mut für die nächsten Aufgaben. Wir geben nicht auf. So einen Ballbesitz- und Kombinationsfußball als Tabellenletzter zu spielen, ist nicht normal. Bis zur 40. Minute war es ein gutes Spiel von uns, wir hätten 2:0 führen müssen. Die Gegentreffer haben wir zu einfach bekommen, und das 3:2 kam zu spät. Wäre es zehn Minuten früher gefallen, hätten wir einen Punkt geholt.“

(cbe/sid)