Immer wieder donnerstags: Leipzig nun gegen Luhansk

Foto: Karina Hessland-Wissel/Bongarts/Getty Images

RB Leipzig ist nicht zu beneiden in diesen Wochen: Bereits das sechste Pflichtspiel der noch jungen Saison bestreiten die Sachsen am Donnerstagabend (20.30 Uhr). Im Hinspiel der Europa League-Play-offs geht es in die Ukraine zum FK Sorja Luhansk.

Keine Unbekannte ist Sorja für die Experten unter den deutschen Fußballfans. Denn bereits in der vergangenen Saison bekam es ein Bundesligist mit den Ukrainern zu tun. Hertha BSC holte in der Gruppenphase der Europa League daheim ein 2:0 gegen Sorja, auswärts unterlagen die Berliner 1:2. Damals schied Luhansk als Dritter – und damit einen Rang vor der Hertha platziert – nach der Gruppenphase aus. In diese wollen die Ukrainer nun mindestens erneut. Die aktuelle Form allerdings ist nicht die beste. Fünf Spieltage sind in der Premjer-Liha bereits absolviert, dabei gab es nur zwei Siege. Damit liegt Sorja derzeit auf Rang fünf. In der dritten Qualifikationsrunde hatte es der Klub mit Sporting Braga zu tun bekommen, gegen das sich die Ukrainer nach einem 1:1 daheim im Hinspiel dank eines 2:2-Auswärtsremis im Rückspiel durchsetzen konnten. Wichtigster Mann dabei war zugleich der hierzulande bekannteste: Oleksandr Karavaev steuerte zwei Treffer gegen Braga bei.

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Die Zielsetzung bei RB ist klar: „Wir wollen ein Spiel nach dem anderen gewinnen“, sagte Coach Ralf Rangnick vor der Partie gegen Luhansk. Bisher haben seine Spieler diese Marschroute glänzend umgesetzt. Gegen BK Häcken und Universitatea Craiova gab es jeweils ein souveränes Weiterkommen in den Qualifikationsrunden zur Europa League, zudem gelang den Sachsen jüngst ein 3:1 bei Viktoria Köln in der ersten Runde des DFB-Pokals. Ähnlich erfolgreich soll es nun gegen Luhansk zugehen. Dabei warnte Rangnick allerdings: „Richtige Männer“ stünden bei den Ukrainern auf dem Platz, infolge der Krise im Land herrsche eine „Wagenburgmentalität“. Zudem muss der 60-Jährige erneut auf einige Leistungsträger verzichten. Jean- Kévin Augustin, Kevin Kampl und Marcel Sabitzer stehen am Donnerstag nicht zur Verfügung. „Wir müssen uns auf eine wehrhafte Mannschaft einstellen“, warnte Rangnick. „Es wird nicht viele Abstände und nicht viel Zeit für uns geben, zum herumzuspielen.“

FK Sorja Luhansk: Makharadze – Tymchyk, Vernydub, Svatok, Mykhaylychenko – Silas, Kharatin – Karavaev, Lednev, Khomchenovskyi – Rafael Ratao

RB Leipzig: Mvogo – Klostermann, Konaté, Orban, Saracchi – Demme, Ilsanker – Bruma, Forsberg – Matheus Cunha, Poulsen

Spaziergänge waren es für Leipzig gegen Häcken und Craiova, ganz so leicht dürfte es gegen Sorja nicht werden. „Es wird ordentlich zur Sache gehen“, glaubt Rangnick und sieht Luhansk als „völlig andere Aufgabe“. Anders als Braga, das es nur mit spielerischen Mitteln gegen die Ukrainer versucht habe, will der RB-Trainer auch auf Einsatz und Willen setzen. Das Ziel der Sachsen aber ist klar definiert: Die Qualifikation für die Europa League soll her, wo der Klub anschließend möglichst weit kommen möchte. Angesichts der überdurchschnittlichen Belastung seiner Spieler wird Rangnick allerdings auch gegen Luhansk den einen oder anderen Akteur schonen. Unwahrscheinlich ist daher, dass die Play-off-Paarung – wie es zuvor in den Qualifikationsrunden geschehen war – bereits nach dem Hinspiel zugunsten Leipzigs entschieden ist.