Isaks Startschwierigkeiten weiten sich aus

Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Nach seiner Verpflichtung wurde Alexander Isak schon als „Mini-Ibrahimović“ gefeiert. Der Schwede hat sich bei Bundesligist Borussia Dortmund bisher allerdings nicht durchgesetzt.

Als der BVB im Januar 2017 im Transferpoker um Isak sogar Real Madrid ausstach, da träumten das Top-Talent und der achtmalige deutsche Meister von einer erfolgreichen gemeinsamen Zukunft. Dortmund sei genauso wie der Spieler absolut überzeugt davon, dass dieser Transfer einer mit großer Perspektive sei, sagte Sportdirektor Michael Zorc damals. 20 Monate später scheint der Stürmer beim BVB keine Perspektive mehr zu haben. In sechs Pflichtspielen stand Isak noch kein einziges Mal im Kader von Trainer Lucien Favre, für die Champions League wurde der 19-Jährige in dieser Saison gar nicht erst gemeldet. Isaks ernüchternde Zwischenbilanz weist in dieser Spielzeit vier Einsätze im Dortmunder Regionalliga-Team auf.

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Die Situation ist für den schon als „Mini-Ibrahimović“ gefeierten Schweden äußerst unbefriedigend. „Es ist nicht das Niveau, auf dem ich mich sehe. Dort kann es immer passieren, dass dir der Gegner in die Beine springt“, sagte Isak über seine Einsätze in der Regionalliga in einem Video-Interview mit Sportbladet. Für 8,6 Millionen Euro verpflichtete der BVB den Angreifer vom schwedischen Erstligisten AIK Solna und stattete ihn mit einem Vertrag bis Juni 2022 aus. Doch der Durchbruch gelang ihm bisher nicht. Lediglich 13 Spiele absolvierte er in Bundesliga, DFB-Pokal, Champions und Europa League, dabei erzielte er ein Tor und bereitete ein weiteres vor.

Keine Einsätze trotz Stürmerproblem

Favre ist nach Thomas Tuchel, Peter Bosz und Peter Stöger der vierte Trainer, der nicht auf Isak setzt. Dabei hat der BVB in dieser Spielzeit bisher ein Stürmerproblem. „Er ist noch extrem jung. Er hat viel Talent, das ist klar. Aber das Alter ist nicht einfach, da gibt es viele Höhen und Tiefen“, sagte Favre. Isak ließ sein Talent zwar immer wieder mal aufblitzen, doch körperlich kann er sich (noch) nicht durchsetzen. Im Sommer wollten die Dortmunder den Angreifer ausleihen, damit er die dringend notwendige Spielpraxis sammeln kann, doch dieses Vorhaben scheiterte.

Isak ist aufgrund der Situation und seinem Verhältnis zu Favre frustriert. „Es ist wie es ist zwischen mir und dem Trainer. Zur Situation in Dortmund will ich nichts weiter sagen“, sagte er gegenüber Sportbladet. Aufgegeben hat er aber noch nicht: „Über mein Leben kann ich mich nicht beschweren. Ich lebe meinen Kindheitstraum und bin dankbar für alles.“ Jetzt muss aber schnell der nächste Schritt in seiner Entwicklung folgen.