Ishak als Hoffnungsträger

Der 1. FC Nürnberg will die Rückkehr ins deutsche Fußball-Oberhaus im vierten Anlauf perfekt machen. Nach 16 Spieltagen finden sich die Franken auf Rang drei wieder. Als großer Hoffnungsträger gilt Mikael Ishak.

Im vergangenen Januar wechselte der Mittelstürmer vom dänischen Erstligisten Randers FC nach Nürnberg, wo er einen Vertrag bis 2020 unterschrieb. In der Rückrunde lief es für den 24-Jährigen alles andere als rund. In sieben Ligaspielen blieb der Schwede ohne eigenen Treffer. Die Durststrecke setzte sich zunächst auch in der aktuellen Spielzeit fort. Nach den ersten fünf Spieltagen, an denen Ishak insgesamt 220 Spielminuten auf dem Platz stand, wartete der Angreifer immer noch auf sein erstes Tor für den FCN. Der Knoten platzte beim Auswärtssieg in Duisburg (6:1), als der Stürmer dreimal ins Schwarze traf.

- Anzeige -

Mittlerweile hat der beidfüßige Offensivspieler elf Treffer auf dem Konto und führt damit die Torschützenliste der 2. Bundesliga an. Ishak glänzte in den letzten Wochen nicht nur als Vollstrecker, sondern auch als fünffacher Vorbereiter. Beim jüngsten 1:0-Heimerfolg gegen den SV Sandhausen gab der Mittelstürmer zum Treffer von Tim Leibold die Vorarbeit. Mit dem neunten Saisonsieg rückte der FCN näher an Tabellenführer Holstein Kiel und Verfolger Fortuna Düsseldorf heran.

Ishak hofft auf WM-Ticket

Schweden machte die Qualifikation zur Weltmeisterschaft in den Play-offs gegen Italien perfekt. Im kommenden Sommer gehen die Skandinavier in der Gruppe F an den Start, in der sich neben Südkorea und Mexiko auch Deutschland wiederfindet. Mit weiteren Toren will sich Ishak für die Endrunde in Russland empfehlen. „Ich hatte nach unserer WM-Qualifikation schon Kontakt mit dem Trainer. Wenn ich so weiter mache, weiß ich, dass ich meine Chance bekomme“, erklärte der 24-Jährige in der vergangenen Woche gegenüber der Bild-Zeitung. Bislang bestritt der Angreifer vier Länderspiele, in denen er einen Treffer erzielte und einen weiteren vorbereitete. Zuletzt lief der Sohn syrischer Einwanderer im Januar 2016 für die schwedische Nationalmannschaft auf.