Ishak und der wiedergefundene Torinstinkt

Foto: Adam Pretty/Bongarts/Getty Images

Mikael Ishak bescherte dem 1. FC Nürnberg mit seinem Treffer zum 1:1 am zweiten Spieltag gegen den 1. FSV Mainz 05 den ersten Punkt seit der Bundesliga-Rückkehr. Doch nicht nur für den Verein, sondern auch für den Mittelstürmer persönlich war dieses Tor ein ganz wichtiges.

Als Ishak den Ball in der 48. Minute an Keeper Florian Müller vorbei in die Maschen des Mainzer Gehäuses beförderte, fiel eine große Last vom 25-Jährigen ab. Der Ausgleich gegen den FSV bedeutete das erste Ligator des Angreifers seit Mitte Dezember 2017. Am ersten Spieltag hatte er bei Hertha BSC (0:1) mit einem vergebenen Elfmeter noch den Ausgleich verpasst. „Es gibt im Fußball kein schlimmeres Gefühl, als die Mannschaft, die Fans und sich selbst zu enttäuschen“, sagte Ishak. „Es tut so gut, dass ich das im letzten Spiel ändern konnte.“ Hinter dem Stürmer liegen ereignisreiche Monate.

- Anzeige -

Vor Weihnachten konnte Ishak mit zwölf Treffern in 18 Zweitliga-Spielen glänzen und hatte erheblichen Anteil daran, dass der „Club“ bereits den Aufstieg anvisierte. Im Februar zog sich der schwedische Nationalspieler einen Innenbandriss zu, der ihm eine sechswöchige Verletzungspause aufzwang. In der restlichen Saison kam Ishak nicht recht in Tritt, ein weiterer Torerfolg blieb ihm ebenso verwehrt wie die Nominierung für die Weltmeisterschaft. Zwar bewies er in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Fünftligisten SV Linx (2:1) mit einem Doppelpack, dass er seinen Torinstinkt noch nicht verloren hatte, doch der Fehlschuss in Berlin warf erneut Fragen auf.

Schwede erzielte alle drei Pflichtspieltore

Diese Erfahrung motivierte Ishak aber auch: „Ich konnte einfach nicht warten, bis es endlich ins Stadion ging. Ich wollte es den Fans unbedingt zurückzahlen.“ Das hat er definitiv geschafft, alle drei Nürnberger Pflichtspieltore der noch jungen Saison erzielte der 25-Jährige. Ishak bleibt dennoch bescheiden und stellt sich voll und ganz in den Dienst der Mannschaft. „Egal ob ich drei Tore schieße oder nicht – ich habe die Füße immer am Boden, arbeite immer hart und will mich immer verbessern“, meinte der Angreifer.