Jastrzembski spielt sich in den Vordergrund

Foto: Ronny Hartmann/Bongarts/Getty Images

In den ersten Wochen der Vorbereitung hat sich bei Hertha BSC bereits ein potenzieller Überraschungskandidat hervorgetan. Der 18-jährige Dennis Jastrzembski macht den etablierten Außenspielern Druck.

„Wir sind froh, dass wir ihn haben. Er kann eine Überraschung werden in der Bundesliga“, sagte Hertha-Trainer Pál Dárdai laut der B.Z. über Jastrzembski, der beim ersten Testspiel der Berliner (7:0 gegen Landesligist RSV Eintracht 194) an drei Toren direkt beteiligt war. Gleichzeitig mahnte der 42-Jährige allerdings zur Geduld: „Erstmal muss er schön trainieren. Er muss sich daran gewöhnen auf Profi-Niveau zu arbeiten.“

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Fitnesstrainer Henrik Kuchno stellte Jastrzembskis starke Sprungkraft und Beschleunigung heraus, verschwieg jedoch nicht, dass der Außenstürmer langfristig noch „etwas Masse verlieren und Muskeln aufbauen“ müsse. Am Willen, sich zu verbessern, wird es dabei offenbar nicht scheitern. „Der Junge brennt, lebt das hier alles zu 100 Prozent“, lobte Kuchno. Auch Dárdai beschrieb den jungen Deutsch-Polen als fleißig und diszipliniert.

Esswein will in Berlin bleiben – als Stürmer

Mit seinen guten Leistungen facht Jastrzembski natürlich den Konkurrenzkampf im Hertha-Kader an. Routinier Alexander Esswein, der schon in der vergangenen Rückrunde nur viermal zum Einsatz kam, droht weiter an Einsatzzeit zu verlieren. Dennoch ist ein Transfer in diesem Sommer anscheinend kein Thema für den 28-jährigen Offensivmann. „Ich bin keiner, der nach drei schwierigen Monaten zu seinem Berater rennt und sagt: Such‘ mir was Neues“, wird er vom Kicker zitiert. Obwohl ihn Coach Dárdai zuletzt zweimal als Außenverteidiger testete, sieht Esswein seine Zukunft weiterhin im Angriff. „Ich bleibe ein offensiver Spieler“, ließ der ehemalige Augsburger wissen.