Joker Batshuayi schießt Dortmund zum Last-Minute-Sieg

Borussia Dortmund feiert nach einer wilden Schlussphase einen knappen 3:2 (1:0)-Heimsieg über Eintracht Frankfurt. Der eingewechselte Michy Batshuayi erzielt in letzter Minute das Siegtor und avanciert mit zwei Treffern zum Matchwinner im Signal-Iduna-Park.

BVB-Trainer Peter Stöger gönnte nach der 1:2-Niederlage gegen RB Salzburg am Donnerstag vier Akteuren eine Pause. Sokratis, Julian Weigl, Mario Götze und Batshuayi blieben zunächst auf der Bank. Dafür begannen Manuel Akanji, Łukasz Piszczek, Christian Pulisic sowie Maximilian Philipp, der nach vier Monaten sein Startelf-Comeback feierte. Frankfurt-Coach Niko Kovač veränderte seine Mannschaft nach dem 1:0-Sieg gegen Hannover 96 auf drei Positionen. Carlos Salcedo, Marco Russ und Kevin-Prince Boateng rückten für Simon Falette, Gelson Fernandes und Jonathan de Guzmán ins Team.

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Die Eintracht begann im Signal-Iduna-Park forsch, die erste große Chance hatte aber Dortmund. Pulisic setzte sich auf dem rechten Flügel durch und bediente André Schürrle mit einer Flanke, die der Weltmeister aber knapp neben den linken Pfosten köpfte (10.). Nur kurz darauf landete der Ball dann doch im Frankfurter Tor. Wieder tankte sich Pulisic auf rechts durch und bediente Marco Reus am zweiten Pfosten. Russ versuchte zu klären, bugsierte den Ball dabei aber ins eigene Tor (12.). Für den Innenverteidiger war es bereits das fünfte Eigentor in der Bundesliga.

Während es Frankfurt in der Folge nicht gelang, offensive Durchschlagskraft zu entwickeln, schnupperte der BVB am zweiten Treffer. Schürrle traf nach Zuspiel von Reus aber nur ans Außennetz (22.), Letzterer setzte im Anschluss einen Schuss knapp neben den Pfosten (23.). Philipp brachte den Ball schließlich im Netz unter, wurde aber korrekterweise zurückgepfiffen. Der Flügelspieler war aus einer Abseitsposition gestartet (39.).

Jović gleicht aus, Batshuayi antwortet sofort

Zur Pause nahmen beide Trainer jeweils eine personelle Änderung vor. Weigl ersetzte beim BVB den gelb-rot-gefährdeten Mahmoud Dahoud, SGE-Coach Kovač brachte de Guzmán für den ebenfalls verwarnten Ante Rebić. Die Eintracht kam mit mehr Schwung aus der Kabine und attackierte die Borussia früh. Boateng brachte den Ball aus kurzer Distanz mit der Hacke auf das Tor, Roman Bürki parierte jedoch stark (48.). Die Eintracht ließ nicht nach und drängte auf den Ausgleich. Piszczek klärte in höchster Not vor dem einschussbereiten Boateng (51.), Chandler setzte einen Schuss über das Tor von Bürki (57.).

Nach knapp 65 Minuten baute Frankfurt wieder etwas ab – kam aber just in dieser Phase zum Ausgleich. Nach einem Foul von Reus an Boateng gab es Freistoß für die Gäste. De Guzmán bediente den kurz zuvor eingewechselten Luka Jović, der zum 1:1 einnickte (76.). Doch Dortmund konterte prompt. Pulisic und der ebenfalls eingewechselte Batshuayi kombinierten sich mit einem Doppelpass durch die SGE-Defensive, der Belgier ließ Lukáš Hrádecký aus kurzer Distanz keine Chance (77.).

Wilde Schlussphase in Dortmund

Doch Frankfurt schockte die Dortmunder in der Nachspielzeit. Der für Innenverteidiger Salcedo in die Partie gekommene Danny Blum drückte eine scharfe Hereingabe von Danny da Costa zum 2:2-Ausgleich über die Linie (90.+1). Wieder war es allerdings Batshuayi, der postwendend traf. Piszczek bediente den Angreifer mit einem Heber, der hämmerte den Ball unbedrängt unter die Latte und sicherte den Hausherren so den späten Sieg (90.+4). Der BVB rückte wieder auf Platz drei der Tabelle vor, während die Eintracht vom vierten auf den fünften Rang abrutschte.