Kehl: „Bin davon überzeugt, dass wir die Gruppenphase überstehen“

Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images

Seit diesem Sommer ist Sebastian Kehl neuer Leiter der Lizenzspielerabteilung beim Bundesligisten Borussia Dortmund. In der Champions League sieht der Verantwortliche den BVB mit guten Chancen, wie er in einem Interview verriet.

Kehl sei „davon überzeugt, dass wir die Gruppenphase überstehen“, sagte er im Gespräch mit dem Kicker. Die Vorrunden-Gegner der Dortmunder heißen Atlético Madrid, AS Monaco und FC Brügge. „Es gibt Gruppen, die sind stärker besetzt, und es gibt Gruppen, die schwächer besetzt sind. Wir müssen die Aufgabe sehr fokussiert und konzentriert angehen“, betonte Kehl. Der BVB habe „lange darauf hingearbeitet, bereit zu sein“. Obwohl Schwarz-Gelb wisse, „dass wir mitten in einer Neufindungsphase stecken“, habe die Borussia große Ambitionen, erklärte der 38-Jährige.

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Den Auftakt macht der BVB am Dienstag (21 Uhr) in Brügge. „Es sollte uns nicht passieren, dass wir bedingt durch eine Niederlage der Musik gleich wieder hinterherlaufen“, meinte Kehl und ergänzte angriffslustig: „Wir wollen in Brügge unsere Ambitionen sofort klar untermauern.“ Die schwache Gruppenphase im letzten Jahr mit nur zwei Punkten aus sechs Spielen sei für Kehl ein „einmaliger Ausrutscher“ gewesen. Dass diese dem internationalen Ansehen der Borussia geschadet hat, glaubt der Verantwortliche nicht. „Zu sehen, was mit dem BVB passiert, mag den einen oder anderen negativ überrascht haben. Wir sind aber nicht der einzige Verein, der mal mit einer Krise zu kämpfen hatte“, betonte er. Dortmund habe nun „die gute Möglichkeit, uns wieder auf dieser großen Bühne zu zeigen und vieles besser zu machen“. Und Kehl sei „sehr optimistisch, dass wir an schöne Champions League-Abende anknüpfen können, die schon etwas länger zurückliegen“.

Verantwortlicher erwartet vollen Einsatz von allen Spielern

Im Sommer gab Dortmund rund 70 Millionen Euro aus, um den Kader zu verstärken. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte erklärt, der BVB brauche „Spieler mit Courage. Spieler, die keine Angst haben. Spieler, die sich trauen, mutige Entscheidungen zu treffen.“ Kehl sagte, dass Dortmund „in Teilbereichen“ schon Anpassungen vorgenommen habe. „Mit den Verpflichtungen zum Beispiel von Axel Witsel und Thomas Delaney wollten wir der Mannschaft etwas geben, was vorher fehlte“, erklärte er. Besonders Witsel bringe „eine große internationale Erfahrung mit, ist gereift und strahlt Ruhe aus“, lobte Kehl, der davon ausgeht, dass der Belgier „noch dominanter“ werden wird. „Aber mit seiner körperlichen Robustheit bringt er schon jetzt ein Element ins Team, das wir nicht in ausreichender Form besaßen“, ist sich der Verantwortliche sicher.

Nur aufgrund von Neuzugängen will Kehl die anderen Spieler aber nicht aus der Pflicht nehmen. „Ich sehe bei dem einen oder anderen deutliches Steigerungspotenzial, nicht bloß taktisch und technisch, sondern auch, was die Verantwortung innerhalb der Gruppe betrifft“, betonte er. Ganz bewusst habe der BVB den Mannschaftsrat mit jungen und gestandenen Spielern besetzt. Doch auch von allen anderen Akteuren erwarte der 38-Jährige, „dass sie sich komplett einbringen und ihr Leistungsvermögen ausschöpfen“.