Kein Bruch bei ausgewechseltem Pavlenka

Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Der SV Werder Bremen siegte bei Eintracht Frankfurt durch einen Last-Minute-Treffer von Milot Rashica mit 2:1. Spieler wie Verantwortliche zeigten sich nach dem Abpfiff erleichtert. Die verletzungsbedingte Auswechslung von Jiri Pavlenka trübte die Stimmung der Norddeutschen.

Der Torhüter ist nach seinem schweren Zusammenprall mit Gegenspieler Mijat Gaćinović zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht worden. Der Tscheche hatte das Bewusstsein verloren und musste auf einer Trage vom Feld gebracht werden. Pavlenka könnte in Bremen der vierte Schlussmann sein, der ausfällt. Mit Jaroslav Drobný (Muskelverletzung), Michael Zetterer (Reha-Phase nach Kahnbeinbruch) und Neuzugang Stefanos Kapino (Oberschenkelverletzung) fehlen den Hanseaten bereits drei Torhüter. „Pavlenka ist im Krankenhaus und wird noch eine Nacht zur Beobachtung hierbleiben. Er war aber wieder bei Bewusstsein und ansprechbar. Es ist nichts gebrochen. Das ist eine gute Nachricht“, sagte Trainer Florian Kohfeldt.

- Anzeige -

Auch zum Spiel hatte der Übungsleiter einiges zu sagen. „Die andere gute Nachricht ist, dass wir hier heute gewonnen haben. Wie wir es ausgespielt haben – gerade nach der Roten Karte – war nicht unser Anspruch. Aber das Hauptziel war zu gewinnen. Das haben wir getan“, meinte Kohfeldt. Frankfurts Jetro Willems war in der 32. Minute wegen einer Tätlichkeit des Feldes verwiesen worden. Dennoch waren die Hessen in Unterzahl durch Sébastien Haller (54.) per Foulelfmeter zum Ausgleich gekommen. „Ich wollte den Ball auf Pavlas zurückspielen, der war aber natürlich viel zu kurz. Das ist mein Fehler, aber so ist Fußball“, nahm Ludwig Augustinsson die Schuld auf sich.

Kruse: „Müssen es vorher schon klar machen“

Der eingewechselte Rashica besorgte in der siebten Minute der Nachspielzeit per verwandeltem Freistoß das Happy End aus Bremer Sicht. „Wir wissen, dass Milot eine starke Schusstechnik hat. Von daher war es gut, dass er sich den Ball genommen hat. Es freut mich für ihn, weil er nach der Einwechslung das Spiel belebt hat“, meinte Geschäftsführer Frank Baumann. Kapitän Max Kruse äußerte bei aller Freude aber auch Kritik am vorherigen Auftritt der Grün-Weißen. „Wir haben in der zweiten Halbzeit nicht die spielerischen Lösungen gefunden, machen dann aber mit einem herausragenden Freistoß den Siegtreffer. Darüber sind wir natürlich glücklich, müssen es aber vorher schon klar machen“, konstatierte der Ex-Nationalspieler.