„Kein Leckerbissen“: Völler froh über Bayer-Pflichtsieg

Foto: Sascha Schuermann/AFP/Getty Images

Durchatmen war angesagt bei Bayer 04 Leverkusen nach dem hart erarbeiteten 4:2 in der Europa League gegen AEK Larnaka. Dass der Bundesligist erneut wenig Glanz versprüht hat, wollte Rudi Völler anschließend nicht überbewerten.

„Du kannst hier nichts gewinnen außer eben die drei Punkte“, stellte Bayer-Geschäftsführer Völler klar. Und genau das war Leverkusen am Donnerstagabend nach Startschwierigkeiten gelungen: Kai Havertz (44.), Lucas Alario (49., 88.) und Julian Brandt (90.+3) drehten die Partie, nachdem Ivan Tričkovski die Gäste früh in Führung geschossen hatte (25.). Den weiteren Treffer Larnakas erzielte Dimitris Raspas (90.+1). „Es war sicherlich nicht der ganz große Leckerbissen“, räumte Völler ein, aber die Moral habe „gestimmt“ bei der kriselnden „Werkself“. „Es war ein Pflichtsieg, das müssen wir abhaken“, ergänzte der 58-Jährige und hob lieber das Positive hervor: „Wir haben jetzt sechs Punkte – und es ist auch unser Anspruch, in der Gruppe vorne zu stehen.“ Da auch der FC Zürich am Donnerstag gewann, hat Bayer bereits sechs Punkte Vorsprung auf den dritten Platz. Die Runde der letzten 32 Teams winkt.

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Hauptsache gewonnen, so urteilte auch Kevin Volland. „Kein Selbstläufer“ sei die Partie gewesen, stellte der 26-Jährige fest. „In der Phase, in der wir uns befinden, tut jeder Sieg gut, auch für den Kopf.“ Bislang schließlich läuft Bayer den eigenen Erwartungen hinterher. In der aktuellen Bundesliga-Saison gab es gerade mal zwei Siege aus sechs Spielen. Zuletzt verspielte Leverkusen eine 2:0-Führung gegen Dortmund und unterlag 2:4. Auch gegen Larnaka habe die Mannschaft „den einen oder anderen Ballverlust zu viel“ gehabt und daher immer wieder Konter kassiert, analysierte Volland. Diese Schwäche müsse nun bis zum Wochenende abgestellt werden. Am Sonntag (13.30 Uhr) tritt Bayer in Freiburg an. „Es sollte in dem Kopf jedes Spielers sein, dass es dort sehr schwierig wird“, sagte der Angreifer und forderte daher „die gleiche Leidenschaft und das gleiche Engagement“ wie gegen Larnaka für die Partie.