Kimmich „eine Alternative“ fürs Mittelfeld

Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Der FC Bayern München empfängt am Samstag (15.30 Uhr) den SC Freiburg. Joshua Kimmich ist durch die schwere Verletzung von Thiago plötzlich auch beim Rekordmeister ein Kandidat für das zentrale Mittelfeld.

„Wir haben nicht allzu viele Mittelfeldspieler, die diese Position bekleiden können. Er wird für die Zukunft eine Alternative sein“, sagte Trainer Niko Kovač. Kimmich agiert in München seit dem Rücktritt von Philipp Lahm als Rechtsverteidiger. Bundestrainer Joachim Löw setzte den 23-Jährigen nach der WM im DFB-Team jedoch im Mittelfeld ein – eine Lösung, die Kovač bislang ausgeschlossen hatte. Den Ausfall von Thiago, der sich beim 2:1 im DFB-Pokal gegen Rödinghausen eine Verletzung am Sprunggelenk zuzog und nach Vereinsangaben „einige Wochen“ ausfällt, bezeichnete Kovač als „sehr ärgerlich. Er hat bis jetzt eine außerordentliche Saison gespielt. Aber wir wollen nicht negativ sein. Jetzt können die Anderen zeigen, was sie können.“

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Immerhin kann der Bayern-Coach, der zudem auf Corentin Tolisso und Kingsley Coman verzichten muss, wieder auf Arjen Robben, Mats Hummels, Jérôme Boateng und James Rodríguez bauen. Das Quartett hatten zuletzt angeschlagen gefehlt. Noch keinen Gedanken verschwendet Kovač an das Spitzenspiel bei Borussia Dortmund am 10. November. „Man kann als Trainer nicht um die Ecke und zwei, drei Schritte weiter denken. Wir wollen jetzt auch das fünfte Spiel gewinnen und dann am Mittwoch in der Champions League gegen Athen einen großen Schritt Richtung Achtelfinale machen“, betonte Kovač. Die Münchner wollen sich so das nötige „Selbstvertrauen holen“.

Kovač will zurück zum „leichten“ Spielstil

Dass es am Spiel seiner Mannschaft trotz zuletzt vier Pflichtspielsiegen in Folge Kritik gegeben hatte, sieht der 47-Jährige gelassen. Natürlich bekomme es sein Team über 90 Minuten „nicht hin. Aber wenn wir mal zwei Tore mehr machen, dann wird aus dem schweren Spielstil auch ein leichter“, meinte Kovač. Die Bayern liegen in der Bundesliga hinter dem BVB auf Rang zwei der Tabelle, in der Champions League-Gruppe E teilen sie sich den ersten Platz mit dem niederländischen Vizemeister Ajax Amsterdam.