Klubs tagen am 22. März zur 50+1-Regel

Die DFL will am 22. März auf einer Mitgliederversammlung aller 36 Klubs der Bundesliga und 2. Liga über den weiteren Diskussionsprozess zum Thema 50+1-Regel entscheiden. Das neunköpfige Präsidium hat sich vorab einstimmig für eine „ergebnisoffene Grundsatzdebatte“ ausgesprochen.

Die Diskussion über eine Reform der umstrittenen Investoren-Sperre war vom DFL-Präsidium neu in Gang gesetzt worden. Im Gegensatz zu den anderen europäischen Top-Ligen dürfen Investoren in Deutschland die Mehrheit an einem Verein derzeit nur dann halten, wenn sie diesen mehr als 20 Jahre „ununterbrochen“ und „erheblich“ gefördert haben. Entsprechende Ausnahme-Genehmigungen gelten derzeit für Bayer Leverkusen, den VfL Wolfsburg und die TSG Hoffenheim.

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DFL-Präsident Reinhard Rauball erklärte zur Neuauflage der Debatte in einer DFL-Mitteilung: „Es geht in einem ersten Schritt darum, sich über ein Verfahren abzustimmen, in dessen Rahmen zunächst ein umfassendes Meinungsbild aller Klubs eingeholt wird. Hierzu wird es einen Vorschlag des DFL-Präsidiums geben.“ Nach Ansicht von DFL-Geschäftsführer Christian Seifert ist mit einer Entscheidung in dieser Sache „nicht vor Ende des Jahres“ zu rechnen.

Am 22. März soll allen Klubs „die Möglichkeit“ geboten werden, so erklärte Rauball weiter, „die eigene Position in die Debatte einzubringen“. Jedweden Spekulationen um eine Scheindiskussion erteilte er derweil eine Absage: „Unterstellungen, wonach die DFL bereits im Vorfeld des Diskussionsprozesses heimlich an einer Neuregelung der 50+1-Regel arbeite, entbehren jeder Grundlage.“ Für Satzungsänderungen im Bereich des DFL e.V. ist eine Zweidrittel-Mehrheit der Klubs erforderlich.

(sid)