Köllner: „Eher ungleiches Duell“ in Leipzig

Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images

Der 1. FC Nürnberg möchte in der anstehenden Partie bei RB Leipzig am Sonntagabend (18 Uhr) den ersten Auswärtssieg der Saison feiern. Trainer Michael Köllner hielt den Ball im Vorfeld jedoch flach und teilte seiner Mannschaft gegen den Europa League-Teilnehmer die klare Außenseiterrolle zu.

Köllner bezeichnete das Spiel auf der Pressekonferenz am Freitag als „eher ungleiches Duell“, räumte seinem Team aber Siegchancen ein – wenn auch unter strengen Bedingungen. „Wenn wir eine bärenstarke Leistung zeigen und Leipzig eine eher durchschnittliche, dann ist es schon möglich, dort auch zu gewinnen“, meinte der Nürnberger Übungsleiter. Der Schlüssel sei es, den Angriff der „Roten Bullen“ nicht zur Entfaltung kommen zu lassen: „Die gegnerische Offensive ist top besetzt, da müssen wir im Kollektiv dagegenhalten. Und wir dürfen das maximale Gegenpressing nicht zulassen und müssen es gegebenenfalls umspielen.“

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Sich um den eigenen Strafraum zu verschanzen, sieht Köllner nach den jüngsten Erfahrungen aber nicht als Alternative. „Es ist ein gutes Rezept für uns, wenn wir agieren. Das ist auch eine Lehre aus dem Dortmund-Spiel“, sagte der 48-Jährige. Beim BVB hatte es eine empfindliche 0:7-Klatsche gesetzt, die Franken hatten daraufhin mit dem 3:0-Sieg gegen Düsseldorf aber eine positive Reaktion gezeigt. Gegen die Fortuna spielten die Nürnberger allerdings vor heimischem Publikum, in der Fremde holten sie aus bislang drei Partien lediglich einen Punkt. „Es wäre wünschenswert, an unsere Auswärtsstärke des letzten Jahres anzuknüpfen“, meinte Köllner. In der zweiten Liga war der „Club“ noch das auswärtsstärkste Team gewesen.

Keine neuen Ausfälle für Köllner

Personell hat Köllner keine neuen Ausfälle zu beklagen. Die Langzeitverletzten Ewerton, Sebastian Kerk und Kevin Goden sind für die Partie in Leipzig zwar noch keine Optionen, sollen aber in der anschließenden Länderspielpause weiter an die Mannschaft herangeführt werden. Offensivspieler Yūya Kubo wurde von Köllner ebenso gute Startelf-Chancen eingeräumt wie Federico Palacios Martínez. Für ihn ist es eine Rückkehr: Der Stürmer war erst zu Beginn des Jahres von RB Leipzig nach Nürnberg gewechselt.