Köllner fehlen „Cleverness und Schlitzohrigkeit“

Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Der 1. FC Nürnberg konnte gegen Eintracht Frankfurt (1:1) zwar nach zuletzt zwei Niederlagen wieder punkten, musste aber in der Nachspielzeit den Ausgleich durch Sébastien Haller (90.+2) hinnehmen. Die Stimmung bei den Franken war nach dem Abpfiff dementsprechend zwiegespalten.

FCN-Trainer Michael Köllner bewertete den Auftritt seiner Mannschaft als „gute Leistung“ und „sehr gutes Spiel“, mit dem späten 1:1 haderte aber auch der 48-Jährige. „Wir müssen noch den einen oder anderen Konter besser fahren, in der Nachspielzeit fehlt dann ein bisschen die Cleverness und Schlitzohrigkeit“, sagte Köllner. „Daraus lernen wir, in den nächsten Spielen werden wir davon profitieren. Für uns war wichtig, dass wir den Mut und das Selbstvertrauen hatten, die Dinge im eigenen Ballbesitz regeln zu wollen.“ Torhüter Christian Mathenia fand es „schade, dass wir uns für den ganzen Aufwand nicht mit drei Punkten belohnt haben“.

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Die 90 Minuten, die dem späten Ausgleich vorausgegangen waren, empfand aber auch der Schlussmann als deutliche Steigerung zum 1:3 gegen die TSG 1899 Hoffenheim am vergangenen Wochenende. „Es war eine Reaktion zum Spiel letzte Woche, da haben wir im eigenen Ballbesitz kein gutes Spiel gezeigt. Wir haben sehr mutig mit dem Ball agiert und versucht, darüber zum Torerfolg zu kommen“, sagte Mathenia. Kapitän Hanno Behrens hofft auf einen neuerlichen Aufschwung: „Das Spiel wird uns Auftrieb geben. Wir wissen, dass es eine schwierige Saison ist, dass wir uns Spiel für Spiel steigern müssen. Wir müssen einfach weiter arbeiten.“

Lob für den Debütanten auf der Sechs

Eine absolut positive Erscheinung war der junge Simon Rhein, der bei seinem Bundesliga-Debüt den verletzten Ondrej Petrák im defensiven Mittelfeld ersetzte. „Er ist ein interessanter, spannender Spieler. Ich habe ihn vor zwei Jahren aus Leverkusen geholt. Er war ein Jahr lang sehr aufmerksam, seit einigen Monaten ist er dauerhaft im Profitraining. Man sieht, dass es viele gute, junge deutsche Spieler gibt, mit denen man arbeiten kann“, meinte Köllner. Außerdem stand auf dem linken offensiven Flügel Sebastian Kerk erstmals seit seinem Achillessehnenriss im August 2017 wieder in der Startelf.